Thailändischer Zoll stoppt Drogenschmuggel

Über 3 Tonnen Cannabis im Wert von 140 Mio. Baht beschlagnahmt

Thailändische Zollbeamte präsentieren die beschlagnahmten 3,1 Tonnen Cannabisblüten im Wert von 140 Millionen Baht, die für den Schmuggel ins Vereinigte Königreich bestimmt waren. Foto: The Nation
Thailändische Zollbeamte präsentieren die beschlagnahmten 3,1 Tonnen Cannabisblüten im Wert von 140 Millionen Baht, die für den Schmuggel ins Vereinigte Königreich bestimmt waren. Foto: The Nation

BANGKOK: Thailändische Zollbeamte haben in mehreren Operationen zwischen Februar und März über 3 Tonnen Cannabisblüten im Wert von etwa 140 Millionen Baht sichergestellt. Diese Maßnahmen unterstreichen die Bemühungen der Regierung, den illegalen Export von Cannabis in Länder zu verhindern, in denen die Substanz weiterhin verboten ist. Besonders im Fokus steht dabei das Vereinigte Königreich, wohin ein Großteil der beschlagnahmten Ware transportiert werden sollte.

Die thailändische Zeitung "The Nation" berichtet, dass die Gesamtmenge der beschlagnahmten Cannabisblüten 3,1 Tonnen beträgt. Diese Funde haben zu einer intensiveren internationalen Zusammenarbeit geführt, insbesondere mit dem Vereinigten Königreich. Seit dem 16. Februar arbeitet das thailändische Zollamt eng mit dem britischen Innenministerium zusammen, um dem Schmuggel entgegenzuwirken. Diese Partnerschaft umfasst auch Aufklärungskampagnen für Reisende über die rechtlichen Konsequenzen des Cannabisschmuggels ins Vereinigte Königreich, wo strenge Strafen drohen.

Strenge Vorschriften für Cannabisexporte

Pantong Loykulnant, Sprecher des thailändischen Zollamts, betonte, dass obwohl Cannabis in Thailand nicht mehr als Betäubungsmittel gilt, Cannabisblüten weiterhin als kontrollierte Substanz eingestuft werden. Für den Export, die Forschung, den Verkauf oder die kommerzielle Verarbeitung dieser Blüten ist eine Lizenz gemäß dem Gesetz zum Schutz und zur Förderung des traditionellen thailändischen Medizinalwissens sowie den Vorschriften des Gesundheitsministeriums von 2022 erforderlich.

Details der Beschlagnahmungen

Von den 3,1 Tonnen beschlagnahmter Cannabisblüten wurden 2,43 Tonnen in Passagiergepäck an den Flughäfen Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket und Chiang Mai entdeckt. Die Mengen variierten dabei zwischen 3 und 45 Kilogramm pro Fall. Weitere 677,79 Kilogramm wurden in Exportgütern beim Zollinspektionsbüro des Suvarnabhumi-Flughafens gefunden.

Seit dem 1. Oktober hat das Zollamt zudem 7,96 Tonnen cannabisbezogener Substanzen beschlagnahmt, darunter Cannabis-Pflanzen, Öl, Harz und Samen. Diese Verstöße verstoßen gegen das Zollgesetz, das Gesetz zum Schutz und zur Förderung des traditionellen thailändischen Medizinalwissens sowie die Vorschriften des Gesundheitsministeriums und umfassen Schmuggel, Umgehung von Exportbeschränkungen und falsche Deklarationen.

Legalisierung von Cannabis in Thailand seit Juni 2022

Im Juni 2022 hat Thailand als erstes asiatisches Land Cannabis für medizinische Zwecke entkriminalisiert. Dies führte zu einem Boom von Cannabis-Verkaufsstellen, insbesondere in touristischen Gebieten Bangkoks, wo zahlreiche Geschäfte und Straßenstände Cannabisprodukte anbieten. Trotz der Entkriminalisierung bleibt der Freizeitkonsum von Cannabis in Thailand illegal, und es gelten weiterhin strenge Vorschriften für Anbau, Verkauf und Export.

Internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Schmuggel

Die enge Zusammenarbeit zwischen Thailand und dem Vereinigten Königreich zeigt die Entschlossenheit beider Länder, den illegalen Handel mit Cannabis zu unterbinden. Durch gemeinsame Aufklärungskampagnen und verstärkte Kontrollen soll verhindert werden, dass Cannabis in Länder gelangt, in denen es weiterhin als illegale Substanz gilt. Reisende werden dringend darauf hingewiesen, sich über die jeweiligen Gesetze ihres Ziellandes zu informieren, um schwerwiegende rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Zukünftige Maßnahmen und Ausblick

Die thailändischen Behörden planen, ihre Bemühungen zur Bekämpfung des illegalen Cannabishandels fortzusetzen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen an Flughäfen und Grenzübergängen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. Ziel ist es, den illegalen Export von Cannabis zu minimieren und sicherzustellen, dass die Legalisierung von Cannabis in Thailand nicht für kriminelle Aktivitäten missbraucht wird.

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