THAI fliegt im Vorjahr über 12 Mrd. Baht Verlust ein

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die Thai Airways International (THAI) verzeichnete 2019 einen Nettoverlust von 12,017 Milliarden Baht, 448 Millionen Baht oder 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Laut dem Vizepräsidenten für Finanz- und Rechnungswesen, Nattaphong Smit-Ampaisal, haben mehrere negative Faktoren das Unternehmen im Vorjahr getroffen, darunter eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums, der Handelskrieg zwischen den USA und China, Naturkatastrophen, die Aufwertung des Baht sowie ein Preiskampf zwischen Fluggesellschaften. Darüber hinaus mussten THAI und seine verbundenen Unternehmen 2,689 Milliarden Baht als Reservefonds für Mitarbeiter bereitstellen, die vorzeitig in den Ruhestand treten wollten. Der Konzern erzielte 2019 einen Umsatz von 184,046 Milliarden Baht, 15,454 Milliarden Baht weniger als im Vorjahr (oder 7,7 Prozent).

THAI und ihr Tochterunternehmen THAI Smile haben 103 Flugzeuge in Betrieb, mit einer Auslastungsrate von 11,9 Stunden pro Tag, die unter den 12 Stunden pro Tag des Vorjahres liegt. Der gemeldete Kabinenbelegungsfaktor lag 2019 mit 79,19 Prozent über dem Vorjahreswert von 77,6 Prozent bei 24,51 Millionen Passagieren, was einer Steigerung von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zum 31. Dezember 2019 meldete THAI eine Bilanzsumme von 256,665 Milliarden Baht, 12,056 Milliarden weniger als 2018 (oder 4,5 Prozent). Die Gesamtverschuldung belief sich 2019 auf 244,899 Milliarden Baht, 3,366 Milliarden Baht weniger als im Vorjahr (oder 1,4 Prozent). Das Eigenkapital betrug 11,766 Milliarden Baht - 8,69 Milliarden Baht oder 42,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Peter Fässler 04.03.20 19:38
Nicht Thai Airways hat verloren, sondern .........
....... der thailändische Steuerzahler. Bis dato haben sich THB 240 Milliarden sprichwörtlich in Luft aufgelöst und es ist kein Ende in Sicht. Wer in Utapao/Rayong landet, kann etliche Thai-Flieger sehen, welche dort parkiert sind - für gut. Wer nachmittags in Bangkok/Suvannaphum an-/abreist, wird 10 - 15 Thaimaschinen am Boden parkiert sehen.
Die 11.9 Stunden sind mit einer Auslastung von 79% wohl SEHR an den Haaren herbeigezogen, wenn man noch deren (sehr teure) Tarifpolitik mit dem schlechten Service verbindet.

Thai Airways ist die nationale Fluggesellschaft und reflektiert recht transparent und ehrlich, wie in Thailand gearbeitet wird mit dem Unterschied, dass Somchai und Yodsak seine Firmenverluste nicht auf den Steuerzahler umwälzen und weiterwursteln kann.
Jürgen Franke 04.03.20 02:29
Genau Herr Pfau, der Reifenabrieb ist der
springende Punkt. Das ist darauf nicht auch schon gekommen bin, Werde ich mir nie verzeihen.
Hans-Gerd Englich 04.03.20 00:55
Thai Air Verluste
Ja, wenn man al Boutique Airline nut in hoeheren Regipnen fliegt, ist das vorprogramiert.
Eventuel sollte msn die Leitung detr Boutique mal einem Team iebelassen, die etwas vom Geschaeft verstehen.
Es kann ja wohl nicht seindas die staendigen Verlustmeldungen den Vorstand entlasten.
Roman Müller 03.03.20 22:22
Laut gedacht...
dieses Jahr wird das Betriebsergebnis noch schlechter ausfallen. Die negativen Faktoren werden immer mehr...
Walter Pfau 03.03.20 15:10
Komme gerade von einem Thailand Urlaub zurück...
...und wunderte mich, dass wie so oft die Kurzstrecke Bangkok-Phuket mit einer 747-400 geflogen wurde, sowohl bei der Ankunft als auch Abreise. Der Reifenabrieb der 18 Räder kostet schon ein Vermögen. Diese betriebswirtschaftliche Logik herrscht wohl auch im ganzen Unternehmen vor. Dagegen ist die Thai-Airways in Bezug auf die Kundschaft sehr kreativ, trotz hoher Flugpreise im Vergleich zur Konkurrenz: Die erste Sitzreihe im A380 Economy Oberdeck wurde jetzt zu "Economy-plus" erhoben und die gewonnene Beinfreiheit kostet seit Mitte 2019 pro Flugstrecke und Person 100€ extra. An kleinen Stellschrauben wird gedreht, der große Wurf lässt auf sich warten!