Tausende beten in Moscheen für Tsunami-Opfer

JAKARTA: Genau zehn Jahre nach der Tsunami-Katastrophe rund um den Indischen Ozean haben zahlreiche Menschen der rund 230.000 Toten gedacht.

In der am meisten getroffenen Region Aceh in Indonesien kamen die Menschen schon am frühen Freitagmorgen in Moscheen zusammen. Andere gingen zu den Massengräbern, um zu beten. Indonesiens Vizepräsident Jusuf Kalla reiste für eine Gedenkzeremonie in die Region.

«Ich habe im Tsunami zwei Kinder verloren, aber ich weiß nicht, wo sie beerdigt sind», sagt die 51 Jahre alte Maimunah am Massengrab in Ulhee Lhueue in der Provinzhauptstadt Banda Aceh. «Aber hier bete ich für alle Opfer», erklärte sie.

Bereits in der Nacht zum Freitag waren Tausende Menschen in der großen Baiturrahman-Moschee in Banda Aceh zusammengekommen. Geleitet wurde das Gebet von Ali Jaber, dem Imam der Prophetenmoschee Al-Nabawi im saudiarabischen Medina. «Der Tsunami war keine göttliche Strafe, sondern eine Warnung, dass wir uns stärker zu Gott hinwenden sollen», sagte er.

Am zweiten Weihnachtstag 2004 hatten ein Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra bis zu 20 Meter hohe Tsunami-Wellen ausgelöst. Sie zerstörten ganze Küstenstreifen in Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien, und waren sogar bis Madagaskar und Tansania sichtbar. 

Foto: epa
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