Tatverdächtig ist ein 16-Jähriger

Schuss auf Polizisten

Polizisten sichern den Einsatzort in Göttingen, nachdem ein Beamter bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen angeschossen worden ist. Foto: Stefan Rampfel/dpa.
Polizisten sichern den Einsatzort in Göttingen, nachdem ein Beamter bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen angeschossen worden ist. Foto: Stefan Rampfel/dpa.

Göttingen: Nach dem Schuss auf einen Polizisten bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien im niedersächsischen Göttingen hat die Polizei einen 16 Jahre alten Tatverdächtigen im Visier. Nach dem Jugendlichen werde wegen versuchten Totschlags mit einem europäischen Haftbefehl gesucht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ob sich der Tatverdächtige in Deutschland oder inzwischen im Ausland aufhalte, sei unbekannt. 

Der Polizist war am Samstagabend gegen 22.15 Uhr in der Göttinger Innenstadt durch einen Schuss schwer verletzt worden. Er befinde sich auf der Intensivstation, sagte der Sprecher. Es bestehe keine Lebensgefahr. Der Beamte war mit Kollegen im Einsatz während der Auseinandersetzung der Großfamilien. Der mutmaßliche Schütze floh vom Tatort. Ob der Jugendliche bereits früher polizeilich in Erscheinung trat, war laut dem Sprecher unklar. 

40 Handys sichergestellt

Worum es bei dem Konflikt ging und warum die Situation so eskalierte, war weiter unbekannt. Wie viele Schüsse insgesamt abgegeben wurden, gab der Sprecher nicht an. Zum Zeitpunkt der Tat feierten Tausende Menschen in der Innenstadt die «Nacht der Kulturen».

Noch am selben Abend seien drei Objekte in Göttingen und in Gieboldehausen durchsucht worden. Es seien dabei 40 Handys zum Auswerten sichergestellt worden. Die Tatwaffe sei nicht gefunden worden, sagte der Sprecher.

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