Suvarnabhumi: “Weiche Stellen” werden behoben

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Der Leitung des Internationalen Flughafens Suvarnabhumi sind „weiche Stellen“ auf den Rollwegen bekannt und sie ist bemüht, für das Problem eine Lösung zu finden.

Der Internationale Verband der Fluglotsen (IFALPA), der mehr als 100.000 Piloten und Flugingenieure in fast 100 Ländern vertritt, hatte am Dienstag wegen des weichen Belags auf den Rollwegen eine Warnung über ein anhaltendes Risiko für den Flugbetrieb auf Suvarnabhumi herausgegeben. In der Erklärung heißt es, weiche Bodenbedingungen seien seit mindestens 2008 von Flugbesatzungen und Bodenserviceanbietern gemeldet worden. Der Verband hat Luftfahrtunternehmen geraten, Flugbesatzungen auf die bestehenden Gefahren im Zusammenhang mit Push-Back- und Taxi-Operationen am Flughafen aufmerksam zu machen und angemessene Betriebsverfahren anzuwenden, um die damit verbundenen Risiken zu mindern.

Laut Major Kamol Wongsomboon, dem für die Instandhaltung der Rollbahnen zuständigen Exekutivvizepräsidenten, hat die Flughafenleitung erkannt, wie wichtig es ist, die Probleme beim Belag von Rollbahnen zu lösen. Um sicherzustellen, dass Start- und Landebahnen und Taxiways sicher seien, stünde Personal rund um die Uhr für schnelle Reparaturen bereit. Mittelfristig würde der für den Belag verwendete Asphalt durch einen höherwertigen Asphalt ersetzt. Auf lange Sicht würde Portlandzement verwendet. Die Planung für diese Arbeit sei bereits im Gange, sagte Kamol weiter. Dies würde das Problem der „weichen Stellen“ dauerhaft lösen. Gemäß Kamol wird das Management mit anderen Agenturen zusammenarbeiten, darunter Aeronautical Radio of Thailand Ltd., um die Sicherheit des Flughafens zu bewerten.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 14.05.18 14:26
Erkenntnis zu diesem Thema nicht in den
Unterricht an den Schulen implementieren kann. Lieber Jürgen, ich habe es dreimal versucht. Der Professor der Auszubildenden Ingenieure hat mit den Studenten eine Strasse mit Befestigung in den Hang auf dem Technikum gebaut. Alles, Strasse und Befestigung mit Trottoir zerbricht und rutscht weg. Ein sehr gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Habe ganz vorsichtig nachgefragt und versucht, ob ich den Studis Nachhilfe in Beton- und Bauchemie gratis erteilen darf? Er fragte natürlich warum? Meine Antwort: Ich sehe, dass verschiedene Betonmischungen ungewöhnlich zur Anwendung gelangten und ich denke, dass man da positiv etwas verändern könnte. Hat er Lunte gerochen? Er hat gesehen wie ich das Gebaute betrachtete, - hat sich überschwenglich und höflich bedankt - das wars dann. Am selben Technikum habe ich den Versuch unternommen, dem Chef der Automechaniker, nachdem er gesehen hat wie lange meine Autobatterie im Betrieb ist, die Gründe des schnellen Absterbens der Batterien in TH zu erklären. Er hat es so wenig begriffen, wie einige Kommentarschreiber vom Farang. Dabei ist es so einfach! Wieviel Energie liefert die Lichtmaschine im normalen Betrieb? Wie hoch ist der Verbrauch wenn Klima- Stereoanlage, Licht und andere elektr. Geräte in Betrieb sind? Der Alternator liefert etwa 0,15 kW. Ist alles in Betrieb so werden oft über 0,45 kW im selben Zeitraum verbraucht. 0,3 kW liefert also die Batterie. Wird sie nicht vollgeladen fällt die Leistung. Nach 18/24 Monaten, finito!!
Jürgen Franke 13.05.18 10:15
Lieber Hansruedi, nachdem ich Deine
wissenschaftliche Studie über den Straßenbau gelesen habe, sehe ich vermehrt die Risse im Beton, auf den Straßen und Gehwegen, insbesondere auf den Flächen, die erst vor kurzem ausgebessert worden sind. Eigentlich nicht nachvollziehbar, dass man Deine Erkenntnis zu diesem Thema nicht in den Unterricht an den Schulen implementieren kann.
Jürgen Franke 13.05.18 10:03
Eigentlich grundsätzlich nicht
nachvollziehbar, aus welchen Gründen man sich nicht vorher ausreichend über den Bau von Flughäfen informiert, bei denen, die schon Erfolge vorzuweisen haben. Die Planer des Berliner Flughafens sollten nicht konsultiert werden.
Hansruedi Bütler 12.05.18 19:51
"Auf lange Sicht würde Portlandzement verwendet"
Sicher eine praktikable Lösung, so wie sie in anderen Ländern auch Verwendung findet. Wenn man betrachtet wie Betonarbeiten auf Autobahnen, Trottoirs, Brücken etc. nach einiger Zeit in die Brüche gehen, so sollten keine nach thailändischen Richtlinien "ausgebildete" Maurer diese Arbeiten ausführen. Sie werden an den staatlichen Techniken falsch instruiert,speziell im Umgang mit Portlandzement. Die Rezepturen enthalten weit mehr Wasser als auf den Zementsäcken empfohlen wird. Pro Kubikmeter Beton sollten nicht mehr als 180 Liter Wasser zur Anwendung gelangen! Die Folge ist eine prioritäre Reaktion des ungelöschten Kalkes [CaO + H2O = Ca(OH)], was zu einer beachtlichen Volumenvergrösserung (mit verfrühter Exothermie) des Betons führt. Nach 20 bis 30 Min. beginnt eine Abschwächung mit entsprechender Schrumpfung und unweigerliche Bildung von Rissen, welche die Statik negativ beeinflussen können. Mein Beton kennt keine Rissbildung! Die eigentlich erstinstanzlich ablaufende Reaktion der Zementbildung (Ferro-, Calcium-, Magnesium- und Aluminiumsilikate), welche als mikrokristalline Nadeln Sand, Kies und Backksteine dauerhaft verkleben, wird je nachdem stark unterdrückt. Stattdessen steht die Neutralisation von Ca(OH)2 mit CO2 zu Calciumcarbonat im Vordergrund, was auch neben den Zuschlagstoffen die Härte des Betons steuert. Praktisch alles Wasser sollte chemisch gebunden werden. Daher trocknen korrekt hergestellte Portlandzemente sehr schnell.
Kurt Wurst 12.05.18 15:32
Wieso man nicht direkt Zement
nimmt ist mir schleierhaft. Ich hab zwar keinen Schimmer, was der Bau des Flughafens gekostet hat, aber auf die paar Sack Zement bester Güte wärs wahrscheinlich auch nicht angekommen.