Lee setzt trotz Drohungen auf Dialog

​Südkoreas Präsident will Annäherung an Nordkorea fortsetzen

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung spricht auf der Abschlusspressekonferenz des APEC-Gipfels 2025 in Gyeongju. Foto: epa/Jeon Heon-kyun
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung spricht auf der Abschlusspressekonferenz des APEC-Gipfels 2025 in Gyeongju. Foto: epa/Jeon Heon-kyun

GYEONGJU: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Südkorea zum «Hauptfeind» erklärt. Dessen Präsident Lee Jae Myung setzt dennoch weiter auf Dialog und Entspannung.

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung möchte trotz regelmäßiger Anfeindungen aus Nordkorea den Kurs der Annäherung gegenüber Pjöngjang fortsetzen. «Wir unternehmen proaktiv Schritte, damit der Norden Vertrauen fasst und sich sicherer fühlt», sagte Lee während einer Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im südkoreanischen Gyeongju.

Seit seinem Amtsantritt im Juni hat sich der Präsident mehrfach um einen Dialog mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bemüht, ist bislang allerdings nur auf Ablehnung gestoßen. Kim hat Südkorea wiederholt als Hauptfeind bezeichnet und ließ diese Definition im vergangenen Jahr auch in der nordkoreanischen Verfassung festschreiben. Ebenso sagte er wiederholt, an keinem Dialog mit Südkorea interessiert zu sein - ganz egal, welche Regierung an der Macht sei.

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Ingo Kerp 02.11.25 12:00
Das wird ein hartes Stück Arbeit für den Präsidenten Myung, bei der er auf auf Hilfe und Unterstützung von China hofft. Selbstverständlich ist Süd-Korea, im Gegensatz zum Norden, ein wichtiger und potenter Wirtchaftsfaktor für die Chinesen, weshalb sich Xi mit Sicherheit die Problematik in Ruhe anhoeren wird. Ob er anschließend die n.koreanische Doktrin vom "Erzfeind S.Korea" in Pjoengjang ändern kann, scheint doch mehr als fraglich.

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