Schwächere Währung ein Segen für die Exporte

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Der schwächelnde B gegenüber dem D gibt dem Exportsektor Auftrieb. Der Wert der Ausfuhren wird in diesem Jahr ein hohes Wachstum verzeichnen. Der B hat im bisherigen Jahresverlauf gegenüber dem D 10,4 Prozent an Wert verloren und ist damit die Währung mit der schlechtesten Performance in Asien.

Chaichan Chareonsuk, Präsident des thailändischen Nationalen Verladerats (TNSC), bezeichnet den schwächeren Baht als ein Segen für die Ausfuhren. Er fordert die Exporteure auf, die sich bereits Aufträge gesichert haben, ihre Produktion und Verschiffung zu beschleunigen. Der TNSC rechnet in diesem Jahr mit einem Exportwachstum von 10 Prozent. Sanan Angubolkul, Vorsitzender der thailändischen Handelskammer, sagte, „wenn es uns gelingt, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, rechnet die Kammer mit einer Steigerung der Exporte um bis zu 15 Prozent“.

Tim Leelahaphan, Wirtschaftsexperte bei der Standard Chartered Bank, geht davon aus, dass der Baht für den Rest des Jahres gegenüber dem Dollar kurzzeitig an Wert gewinnen wird, wobei eine Massenimpfung, starke Exporte und ein aufstrebender Tourismus im vierten Quartal den Baht unterstützen würden.

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Thomas Thoenes 16.08.21 14:00
@Rene
der Ausgeich findet leider schon statt. Geh mal durch die Makro, da siehst du es fast flächendeckend.
Rene Amiguet 16.08.21 13:10
Korrektur
Mit dieser Anpassung an den wieder mehr realistischen Wert des Thai Baht können sowohl die Exportwirtschaft als auch wir Ausländer profitieren. Die Voraussetzung ist allerdings nur wenn keinen Ausgleich durch die Inflation stattfindet und später dann auch Kurswert dieser Währung wieder ansteigen wird.
Gerhard 16.08.21 11:00
Viele Touristen,
stärker Baht, keine Touristen , schwacher Baht um den Export zu fördern. Daran sieht man, der Kurs wird nicht manipuliert.
Thomas Thoenes 16.08.21 02:30
@Henry
Das immer wieder leidige Problem. Thailand schaut nicht über den Tellerrand bzw. über seine Grenzen hinaus. Der Thaibaht geht runter und schon explodiert der Export. Thailand öffnet die Grenzen und schon stürmen scharen von Touristen ins Land. Thailand plant Großprojekte und schon stehen ausländische Investoren Schlange usw. usw. Das die alles zu einem sehr großen Teil von der Situation in den anderen Ländern abhängt wird hier NULL mit einbezogen. Dafür werden Traumzahlen prognostiziert die auch alle schon in die Haushaltskasse eingerechnet werden. Am Ende bekommen alle diese Zahlen den Zusatz: Wer hätte das ahnen können? 555
Henry Miller 16.08.21 01:10
Freut mich für die thailändische
Exportwirtschaft.

Nun lese ich nicht nur den Farang und die Jubelbotschaften des Herrn Chaichan Charoensuk.

So war etwa am 21. Juni in der Wirtschaftswoche folgendes zu lesen: „ Es gibt zu viele Waren für zu wenige Schiffe. Die Folge: Die Frachtraten sind explodiert. Das treibt selbst die Inflation in die Höhe. Unternehmer und Verbände machen ihrem Ärger Luft.“

Und am 12.08. war in der FAZ folgendes zu lesen: „China macht drittgrößten Hafen der Welt teilweise dicht“. Schiffe werden langsamer entladen und stehen nicht zum Transport zur Verfügung.

Ich kenne jetzt nicht den Umfang der thailändisch Handelsflotte, aber vermute das man auf ausländische Schiffe angewiesen ist. Die sind begehrt und damit teuer. Die Produktion mag gesteigert und die Nachfrage da sein. Nur muß es auch an den Kunden liefern können.

Wie bereits gesagt: Eine schöne Hurra-Nachricht.