Gouverneure sollen COVID-19-Auflagen verschärfen

Foto: Facebook/Thairath
Foto: Facebook/Thairath

BANGKOK: Das Innenministerium hat die Gouverneure aller Provinzen zu drastischeren Maßnahmen aufgerufen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Der Staatssekretär des Innenministeriums, Chatchai Phromlert, erließ am Wochenende eine dringende Anordnung an alle Provinzgouverneure:

  • Sie müssen eine lokale Quarantäneeinrichtung vorbereiten, einschließlich der Nutzung von Privateigentum für diesen Zweck.

  • Sie müssen bereit sein, provisorische Krankenhäuser, Lebensmittel- und Getränkevorräte, Spendenstandorte und offene Kanäle für die Kommunikation mit Menschen zu organisieren.

  • Sie müssen den Menschen ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit der Bekämpfung des Virus vermitteln, indem sie beispielsweise die Bevölkerung davon überzeugen, zu Hause zu bleiben und jede Art von Reise zu vermeiden. Lokale Beamte und lokale Führer müssen gemeinsam Aktionspläne erstellen und einen Probelauf für deren Umsetzung durchführen.

  • Sie müssen einen Plan erstellen, um das Horten von Waren zu verhindern und Gesetze strikt durchzusetzen.

  • Sie müssen über logistische Aktionspläne verfügen, um den Transport von Waren, Konsumgütern und Grundbedürfnissen sicherzustellen.

  • Sie müssen Bereiche festlegen, in denen Menschen in Dörfern oder Gemeinden mit Lebensmitteln und Getränken versorgt werden.

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Roman Müller 06.04.20 21:45
Laut gedacht...
für mich persönlich gibt es viele Fragezeichen. Um den offiziell veröffentlichten Zahlen eine Bedeutung zumessen zu können müsste man auch wissen wie viele Menschen wirklich getestet wurden. Wie viele sind vorerst unter "Beobachtung". So frage ich mich natürlich auch warum bei den vergleichsweise "wenigen" Betroffenen landesweit auf eine "Katastrophe" vorbereitet wird. Mal sehen was sich ergibt. Mir jedenfalls kommt das alles etwas "spanisch" vor.
Kurt Wurst 06.04.20 14:33
Maßnahmen
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen, über die das Kabinett nachdenkt, gehören die vollständige Schließung aller Provinzen sowie eine 24-Stunden-Ausgangssperre für 14 Tage. In einem solchen Szenario werden die Provinzregierungen dafür verantwortlich sein, die Bürger mit den Grundbedürfnissen zu versorgen, teilten Quellen innerhalb der Regierungspartei mit. Quelle: Thai Enquirer vom 06.04.2020
Thomas 06.04.20 14:12
Gut ! Planung, Vorbereitung
mal etwas, was seiner früheren Erfahrung entspricht und offensichtlich logisch angewendet wird. Und ich fühle mich hier nach wie vor in Thailand recht gut aufgehoben. Niedrige stabile Infektionszahlen und auch keine Unstimmigkeiten seitens Informationen aus der Bekanntschaft, also Erkrankte und so. - Einkaufen ist problemlos, und die Wohnung ist immer noch weitaus besser als ein Krankenbett oder gar eine Beatmungsmaschine. - Alles Gute
Ingo Kerp 06.04.20 14:10
Eine Mammutaufgabe, zu der man den Gouverneuren eine glückliche Hand wünschen muß.
Norbert Schettler 06.04.20 12:18
Aller Anfang ist schwer
Ob die ganzen Punkte umgesetzt werden können kann ich nicht beurteilen. Aber im Kleinen klappt es schon ganz gut. Nachdem wir jetzt schon 2x den Mundschutz bekommen haben, kam gestern die Durchsage, jeder Haushalt könne sich Salz abholen. Warum Salz?, ich weiss es nicht, die meisten benutzten doch eher Nam Plah. Aber egal, der Wille zur Unterstützung ist da. Und Hamsterkäufe habe ich auch noch nicht bemerkt, im Big C oder Makro sind die Regale voll wie immer.