Regionale Waffenruhe zur Reparatur bei AKW

Foto: Pixabay
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WIEN: Saporischschja ist das größte Kernkraftwerk Europas. Die frontnahe Anlage braucht eine sichere Stromzufuhr, um einen Atomunfall zu verhindern. Dafür soll nun in einer heiklen Mission gesorgt werden.

Die Ukraine und Russland haben sich erneut auf eine begrenzte Waffenruhe geeinigt, um wichtige Reparaturen für das Atomkraftwerk Saporischschja zu ermöglichen. Das gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien bekannt, die zwischen den Kriegsparteien vermittelt hatte.

Während der Waffenruhe soll nach Angaben der IAEA eine Stromleitung wiederhergestellt werden, um das Risiko eines Atomunfalls zu verringern. Das ukrainische AKW, das von Russland besetzt ist, benötigt Elektrizität zur Kühlung von radioaktivem Material. Derzeit ist die Anlage nur mehr an eine einzige Leitung angeschlossen. Durch die Reparatur soll eine Zweite dazukommen. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gab es zehn Leitungen.

Entminungsarbeiten für Reparatur nötig

Die Reparatur ist nach Angaben der IAEA herausfordernd: Die Schadstellen befinden sich auf hohen Masten an der Frontlinie. Nach umfangreichen Entminungsarbeiten werden Techniker aus der Ukraine und Russland in den kommenden Tagen das Projekt durchführen.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi hat seit Ende 2025 insgesamt sechs zeitlich und räumlich begrenzte Reparatur-Waffenruhen für Saporischschja ausgehandelt. Das größte AKW Europas ist immer wieder von Kriegshandlungen betroffen, zuletzt von einer Drohne. Moskau und Kiew geben sich gegenseitig die Schuld für die Zwischenfälle.

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