Putin fordert von den USA Entscheidung zu Abrüstungsvertrag

Foto: epa/Alexander Nemenov
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SOTSCHI (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat von den USA eine Entscheidung zur Zukunft des New-Start-Vertrags über die Kontrolle atomarer Angriffswaffen gefordert. Dieses Abkommen ende bereits 2021, sagte der Kremlchef am Mittwoch nach einem Treffen mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen in Sotschi am Schwarzen Meer.

«Wir müssen darüber nachdenken, was wir tun sollen: verlängern oder nicht verlängern.» Für eine Fortsetzung seien umfassende Gespräche mit den USA nötig, sagte Putin.

Der Vertrag von 2010 sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und je 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. Er läuft 2021 aus, kann aber verlängert werden. Nach Meinung von Militärexperten rennt beiden Seiten die Zeit davon, weil in den USA im kommenden Jahr die nächste Präsidentenwahl stattfindet und das Land dann eher mit innenpolitischen Fragen beschäftigt sein könnte.

Nach dem Ausstieg aus mehreren Abrüstungsverträgen ist das New-Start-Abkommen der letzte große Vertrag dieser Art. Russland äußerte wiederholt Interesse an einer Verlängerung des Vertrages.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte sich am Dienstag nach Gesprächen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow positiv gezeigt, dass der Vertrag verlängert werden könnte.

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