Proteste gegen FPÖ-Ball bleiben friedlich

Foto: epa/Florian Wieser
Foto: epa/Florian Wieser

WIEN (dpa) - Ohne größere Zwischenfälle sind die Demonstrationen gegen den Akademikerball der rechten FPÖ in Wien zu Ende gegangen. Insgesamt beteilgten sich an den Protesten, die sich gegen Rassismus und Sozialabbau richteten, laut Polizei rund 8.000 Menschen. Der Ball ist ein Treffpunkt der FPÖ-nahen Burschenschafter.

Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nutzte seinen Auftritt beim Akademikerball dazu, Antisemitismus in den eigenen Reihen scharf zu verurteilen. «Wir haben eine klare Position: Antisemitismus, Totalitarismus, Rassismus, das ist ein Widerspruch zum burschenschafterlichen Gedanken», betonte er.

Anlass für die Mahnung ist ein Skandal um Nazi-Liedtexte in einer österreichischen Burschenschaft, deren Vizechef der aktuelle FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niederösterreich, Udo Landbauer, war. Landbauer selbst hat sich von dem Text, der zum Judenmord aufruft, distanziert. Die FPÖ ist stark in den Kreisen deutsch-nationaler Burschenschaften verankert.

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