PRAG: Außerhalb Australiens werden Tasmanische Teufel nur in sehr wenigen Tierparks gehalten: In Prag freut man sich nun über Neuzugang. An das kalte Wetter müssen sich die Raubbeutler erst noch gewöhnen.
Der Zoo in Prag freut sich über seltene Neuzugänge: Bereits im Dezember trafen vier Tasmanische Teufel aus Australien in dem tschechischen Tierpark ein. Am Donnerstag wurden sie nun erstmals Medienvertretern und der Öffentlichkeit gezeigt. Man habe den Tieren Zeit geben wollen, sich an das kalte Winterwetter in Mitteleuropa zu gewöhnen, sagte Zoodirektor Miroslav Bobek. Zudem mussten sie zunächst in Quarantäne.
Außerhalb Australiens werden die auch Beutelteufel genannten Tiere nur in sehr wenigen Zoos gehalten. Die ersten Tasmanischen Teufel kamen vor fünf Jahren nach Prag. Die jetzigen Neuzugänge stammen aus dem Zuchtprogramm «Aussie Ark». Die beiden Männchen heißen Elrond und Durin, die Weibchen Faline und Sandra Dee. Zoodirektor Bobek hofft, dass sich die Tiere aus der Familie der Raubbeutler vermehren werden. Für ein Zuchtprogramm müsse aber noch die Zustimmung aus dem Geberland eingeholt werden.
Bedroht durch tödlichen Gesichtskrebs
Der Tasmanische Teufel ist ein räuberisches Beuteltier. Er kommt in der freien Wildbahn ausschließlich auf der australischen Insel Tasmanien vor. Den Populationen setzen Konflikte mit Bauern und Unfälle mit Autos zu. Zudem breitet sich seit einigen Jahren ein tödlicher Gesichtskrebs aus, der zu einem drastischen Schrumpfen des Bestandes führte. An einem Impfstoff wird gearbeitet.