Tote nach Gebäudeeinsturz im Gazastreifen

Provisorische Zelte vertriebener Familien stehen im Regen in Gaza City und zeigen den Alltag vieler Menschen während der Waffenruhe. Foto: EPA/Mohammed Saber
Provisorische Zelte vertriebener Familien stehen im Regen in Gaza City und zeigen den Alltag vieler Menschen während der Waffenruhe. Foto: EPA/Mohammed Saber

GAZA: Hunderttausende Palästinenser haben wegen des Gaza-Kriegs ihr Zuhause verloren. Viele Menschen hausen in beschädigten Gebäuden. Nun kommt auch noch ein heftiges Unwetter hinzu.

Im großflächig zerstörten Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge während eines Unwetters fünf Menschen durch ein einstürzendes Gebäude getötet worden. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, in dem Haus seien Vertriebene untergekommen. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes liegt das Haus im Norden des Küstengebiets.

Zwei weitere Palästinenser kamen nach Angaben von Wafa und Zivilschutz ums Leben, als eine Mauer auf ein Zeltlager für Vertriebene in der Stadt Gaza krachte.

Insgesamt kamen infolge des Sturmtiefs «Byron» nach Angaben des Zivilschutzes in den vergangenen 24 Stunden neun Menschen ums Leben. Darunter sei auch ein Kind, das an Unterkühlung gestorben sei. Augenzeugen und Berichten zufolge überfluteten Unwetter in den vergangenen beiden Tagen auch Zeltlager für Binnenvertriebene.

Unwetter verschärft Not der Menschen in Gaza

In dem mehr als zwei Jahre dauernden Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas haben Hunderttausende Palästinenser ihr Zuhause verloren und leben in provisorischen Unterkünften. Das Unwetter verschärft die Not der Menschen. Auslöser des Kriegs war das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel. Seit dem 10. Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe.

Der Zivilschutz im Gazastreifen hatte die Einwohner davor gewarnt, während des Sturmtiefs in durch den Krieg beschädigten Gebäuden unterzukommen.

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