Fluss wieder freigegeben

Öl im Hafen von Antwerpen 

Luftaufnahme zeigt Containerterminals im Hafen von Antwerpen, einem der größten Umschlagplätze Europas mit jährlich über 250 Millionen Tonnen Fracht. Foto: epa/Olivier Hoslet
Luftaufnahme zeigt Containerterminals im Hafen von Antwerpen, einem der größten Umschlagplätze Europas mit jährlich über 250 Millionen Tonnen Fracht. Foto: epa/Olivier Hoslet

ANTWERPEN: Im zweitgrößten Hafen Europas läuft Öl aus. Welche Folgen das für die Umwelt hat, ist noch unklar. Kaum Schiffe können wieder ein- und ausfahren.

Der Schiffsverkehr im Hafen von Antwerpen ist wegen ausgelaufenen Öls stark eingeschränkt. Der Zugang über den Fluss Schelde aus Richtung der Nordsee war zunächst gesperrt, ist nun aber wieder für Schifffahrt freigegeben, wie die Hafenbehörde mitteilte. Ein Teil des Hafens, das Deurganck-Dock, bleibe jedoch weiterhin geschlossen. Spezialschiffe würden daran arbeiten, das Öl zu beseitigen.

Am Vormittag warteten nach Angaben eines Sprechers rund 50 Schiffe am zweitgrößten Hafen Europas darauf, ein- oder auslaufen zu können. Weitere Details zum aktuellen Stand der Störung waren zunächst nicht bekannt.

Öl in der Nach ausgelaufen

Beim Betanken eines Schiffes sei Öl ausgelaufen. Das Öl sei zwar gestoppt worden, und die direkt betroffenen Schiffe wurden gereinigt. Die Verschmutzung habe sich aber über Nacht weiter im Hafen in Richtung Schelde ausgebreitet. Der Fluss fließt aus dem Norden Frankreichs durch Belgien und die Niederlande in die Nordsee. Schleusen wurden geschlossen, um zu verhindern, dass sich Öl weiter ausbreitet.

Der Hafen bedauerte in einer Mitteilung die Auswirkungen und wies auf die empfindlichen Naturgebiete entlang der Schelde hin. «Der Schutz unserer Umwelt hat für uns oberste Priorität, und wir tun alles in unserer Macht Stehende, um sowohl betriebliche als auch ökologische Schäden so gering wie möglich zu halten.» Zum Hafen gehören 580 Hektar Naturschutzgebiet.

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