Neun Tote bei Drogenrazzien

Foto: epa/Mark R. Cristino
Foto: epa/Mark R. Cristino

MANILA (dpa) - Bei Drogenrazzien auf den Philippinen sind neun Verdächtige getötet worden. Ermittler durchsuchten zwei Wohnungen in der Stadt Matalam im Süden des Landes, als es zu einem Schusswechsel kam, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge sei eine zunächst unbekannte Menge der synthetischen Droge Methamphetamin, auch bekannt als Shabu, gefunden worden. Dabei handele es sich um die beliebteste illegale Droge des Landes. Bei dem brutalen Anti-Drogen-Krieg auf den Philippinen kamen seit 2016 mehr als 4.000 Menschen um. Menschenrechtsgruppen schätzen die Zahl der Getöteten sogar auf rund 13.000.

Bei Anti-Drogen-Einsätzen in Bangladesch wurden in der Nacht zu Samstag elf Menschen getötet. Insgesamt starben in den vergangenen zwei Wochen nach Polizeiangaben mehr als 70 Menschen bei Drogenrazzien in dem südasiatischen Land. Sicherheitskräfte hatten dort am 12. Mai eine landesweite Anti-Drogen-Kampagne gestartet.

Aktivisten in Bangladesch befürchten einen ähnlich harten Anti-Drogen-Krieg wie auf den Philippinen. «Solche Tötungen verstoßen gegen den Geist der Rechtsstaatlichkeit. Die Verdächtigen müssen durch das Gesetz geschützt werden», sagte Adilur Rahman Khan von der Organisation Odhikar am Samstag.

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Leserkommentare

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Mike Dong 27.05.18 19:11
@Hr.Franke / Emails
Dies ist natürlich ebenfalls nicht Ihr Fachgebiet, daher eine kleine Korrektur. Nur Emails, die nicht oder nur schwach verschlüsselt sind, können gelesen u ausgewertet werden. Da evtl eine "Backdoor" vom Provider zur Verfügung gestellt werden könnte, kommen einige aus bestimmten Ländern nicht in Betracht.
Jürgen Franke 27.05.18 16:46
Herr Shield, ich gehe mal davon aus, dass
Ihnen bekannt ist, dass sämtliche Imails, die weltweit durch das Netz flattern, gelesen und ausgewertet werden.
Peter Shield 27.05.18 15:18
@Jörg Thomas Kopp: Herr Kopp: Sie haben Null Ahnung. Was Sie schreiben ist an Zynismus kaum zu überbieten. Ich erlebe täglich, was hier in Manila abgeht! Duterte hat in einem Jahr 20.000 Leute durch nächtliche Todesbrigaden umbringen lassen. 4.000 gibt er selber zu, die restlichen Toten werden jeweils nachts mit einem Taxi ins nächste Krankenhaus gefahren. Damit zählen sie für die Statistik nicht, da sie ja "während der Behandlung" verstorben sind. Rund ein Drittel der getöteten sind Kinder, Frauen, Alte. Sogar Babies wurden erschossen als "Drogendealer". Das Wirken der nächtlichen Todeskommandos ist mit jenem der SS im 3. Reich vergleichbar. Wer sowas zustimmt, der hat, dem fehlt es entweder an Intelligenz oder er hat im Geschichtsunterricht gefehlt. Aber eine Wende ist absehbar. Duterte hat nichts erreicht: Die Auslandinvestitionen gingen um fast 100% zurück, keiner will in ein Land mit DIESER Regierung investieren. Arbeitslosigkeit und Armutsquote sind gestiegen (15% haben hier keine tägliche Nahrung!), die Inflation hat sich verdreifacht!!! Die Leute haben die Nase voll von "Grossmaul Duterte", welcher Hilfsgelder der EU und USA ableht, sein Land aber scheibchenweise an die Chinesen verschachert. Unter der Hand ist mittlerweile eine Mehrheit gegen Duterte. Öffentlich traut sich das hier keiner zu sagen, denn auch Kritiker (und nicht nur Drogenkonsumenten) werden hier schnell mal mit einem Kopfschuss erledigt.
Jörg Thomas Kopp 27.05.18 13:48
Richtig so !! Es lebe hoch Duterte
Das Problem ist ja das das der IS und seine Anhänger so wie Ausländische Mächte das Land destabilisieren wollen da es zu China strategisch wertvoll ist ! Und ob die nun an einem Kopfschuss oder an der Droge sterben macht da den Kuchen auch nicht fetter !