Neun Festnahmen wegen Verdacht auf geplante Anschläge

Foto: Freepik
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HONGKONG: In Hongkong sind neun Menschen wegen des Verdachts an der Beteiligung an terroristischen Aktivitäten festgenommen worden. Die Gruppe, die sich für die Unabhängigkeit Hongkongs von China einsetze, habe versucht, Sprengstoff herzustellen und Bomben an verschiedenen Orten in der Stadt zu platzieren, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Von den neun Festgenommenen im Alter zwischen 15 und 39 Jahren sind sechs noch Schüler. Sie haben nach Polizeiangaben versucht, das explosive Triacetontriperoxid (TATP) in einem selbstgebauten Labor in einem Hostel herzustellen.

Damit sollen Anschläge auf Gerichtsgebäude und an anderen Orten geplant gewesen sein. Es seien Geräte und Rohstoffe beschlagnahmt worden, die zur Herstellung von TATP verwendet werden. Auch eine Anleitung zur Herstellung von Sprengstoff und mehr als umgerechnet 8000 Euro Bargeld seien gefunden worden.

Bereits vergangene Woche hatte die Polizei zwei Männer festgenommen, die beschuldigt wurden, einen Anschlag mit Sprengstoff geplant zu haben. Im April war ein 29-Jähriger Hongkonger zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Er war 2019, zum Höhepunkt der Anti-Regierungsproteste, wegen des Besitzes einer großen Menge von Materialien zum Bombenbau festgenommen worden.

Als Reaktion auf anhaltende Massenproteste in der chinesischen Sonderverwaltungsregion war vor einem Jahr ein umstrittenes Sicherheitsgesetz in Kraft getreten. Aus Sicht von Kritikern dient es dazu, die Opposition in Hongkong mundtot zu machen und die Macht der Kommunistischen Partei zu zementieren. Den Behörden werden grundlose Festnahmen, Schikanen und Zensur vorgeworfen.

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