«Stuttgarter Zeitung» zu Börsengang von SpaceX
Was zählen die althergebrachten Bewertungsmaßstäbe von Börsenanalysten? Bei aller Unberechenbarkeit plant Elon Musk seinen Erfolg sehr strategisch.
Von Rückschlägen lässt er sich nicht aufhalten. Hauptsache, die Richtung stimmt - und dafür braucht er Unmengen an Geld. Aber wehe, wenn diese teils irrationale Welle der KI-Begeisterung bricht und der heute nur vage geäußerte Verdacht mit harten Fakten gespeist wird, dass sich nämlich der Aufbau einer digitalen Infrastruktur als schwarzes Loch erweist. Dann drohen nicht nur Anteilseignern von SpaceX, Nvidia, Meta & Co. harte Kurskorrekturen. Angesichts des immensen Gewichts weniger Tech-Giganten wäre sogar ein weltweites Börsendebakel zu befürchten. Sage dann niemand, dies alles sei nicht vorauszuahnen gewesen.
SpaceX startet an der Börse
NEW YORK: Mit einem Erlös von rund 75 Milliarden Dollar setzt Elon Musks den bisher größten Börsengang in Szene. Am Freitag ist das Debüt am Aktienmarkt geplant.
Tech-Milliardär Elon Musk bringt seine Weltraumfirma SpaceX in einer Mega-Aktienplatzierung an die Börse. Bereits zum festgelegten Ausgabepreis von 135 Dollar soll das Unternehmen zum erwarteten Börsendebüt am Freitag (ab 15.30 MESZ) 1,8 Billionen Dollar wert sein. Mit einem Erlös von rund 75 Milliarden Dollar wird es der bisher größte Börsengang.
Da SpaceX im vergangenen Jahr weniger als 19 Milliarden Dollar Umsatz hatte und tiefrote Zahlen schrieb, verlangt Musk den Anlegern eine Wette auf künftige Erfolge ab. Während heute der Satelliten-Internetdienst Starlink den Großteil des Geschäfts ausmacht, soll der Firma zufolge mit der Zeit Künstliche Intelligenz einen großen Schub bringen.