Nächster Rückschlag für Werder im Abstiegskampf

0:3 gegen Hoffenheim

Die Bremer Kevin Vogt (r) und Josh Sargent gehen in die Halbzeit. Foto: Carmen Jaspersen/Dpa
Die Bremer Kevin Vogt (r) und Josh Sargent gehen in die Halbzeit. Foto: Carmen Jaspersen/Dpa

BREMEN (dpa) - Das halbe Dutzend Heimniederlagen ist voll. Werder Bremen steckt auch wegen seiner Schwäche im Weserstadion tief im Tabellenkeller fest. Beim 0:3 gegen Hoffenheim leitet ein bitteres Eigentor die nächste Pleite ein.

Die eklatante Heimschwäche macht die Lage für Werder Bremen im Abstiegskampf immer bedrohlicher. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim verloren die Norddeutschen am Sonntag in der Fußball-Bundesliga mit 0:3 (0:0) und kassierten damit bereits die sechste Saisonniederlage im Weserstadion. Bislang konnte das Team von Trainer Florian Kohfeldt zu Hause erst eine Partie gewinnen.

Vor 40 000 Zuschauern besiegelten ein Eigentor von Davy Klaassen (65. Minute), ein Hacken-Tor von Christoph Baumgartner (79.) und ein Treffer von Sargis Adamyan (83.) den nächsten herben Rückschlag für die Bremer, die nach dem 1:0 in Düsseldorf zum Rückrundenstart vor einer Woche noch auf die Wende gehofft hatten. So bleibt die Situation für die Grün-Weißen aber extrem prekär.

«Das war ein ganz hektische Situation», beschrieb Klaasen seinen Fauxpas im Strafraum vor dem Eigentor. «Ein, zwei Tage, dann müssen wir den Blick nach vorne richten. Wir haben alle Vertrauen, nur wir müssen auch Ergebnisse holen», sagte er bei Sky. Trotz der nächsten Heimschlappe standen immerhin die lautstarken Werder-Fans noch zu ihrem Team.

Werder zeigte sich war zwar auch dank Neuzugang Kevin Vogt defensiv lange Zeit stabiler, offensiv blieben die Bremer aber erschreckend harmlos. Bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar benötigen die Hanseaten dringend noch einen neuen Stürmer, soll es mit dem Klassenerhalt klappen.

«Wir hauen uns zwei Tore selber rein», monierte Vogt. «Jetzt müssen wir das abhaken und dann geht es weiter», meinte der Defensivmann. «Bis zum ersten Tor sind wir die bessere Mannschaft.» Bremens Hoffnungsträger war rechtzeitig für das Duell mit seinem Ex-Club wieder fit geworden. Nur eine Woche nach seiner im Spiel bei Fortuna Düsseldorf erlittenen Gehirnerschütterung meldete sich der Winter-Transfer gesund und feierte damit sein Heim-Debüt für die Grün-Weißen.

Werder war von Beginn an bemüht, Druck aufzubauen. Allerdings blieb im Spiel nach vorne bei den Norddeutschen wie so oft in dieser Saison vieles Stückwerk. Bis auf einen Vogt-Kopfball brachten die Hausherren nicht viel zustande. Die beiden besten Gelegenheiten in einer insgesamt ereignisarmen ersten Halbzeit hatten so die Gäste. Doch Andrej Kramaric traf erst freistehend nur das Außennetz, dann scheiterte er an Werder-Torwart Jiri Pavlenka.

Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder hatte sein Team nach der Auftaktpleite gegen Frankfurt auf vier Positionen verändert. Auch, weil der Norweger Havard Nordtveit kurzfristig wegen Problemen am Oberschenkel passen musste. Im Sturm feierte der Israeli Munas Dabbur sein Startelf-Debüt. Der im Winter vom FC Sevilla gekommene Angreifer blieb aber bis auf eine Chance kurz nach der Pause wirkungslos.

Die Bremer wurden nach dem Seitenwechsel offensiver und kamen durch Maximilian Eggestein zu ersten Möglichkeiten. Der Treffer fiel aber auf der anderen Seite. Nach einer Ecke senkte sich der Ball aus dem Getümmel ins Bremer Gehäuse, Klaassen war als letzter Spieler noch dran. Ein Gegentor, wie es typisch ist für die verkorkste Bremer Saison. Schon gegen Mainz hatte ein kuriose Eigentor von Pavlenka die Niederlage eingeleitet. Danach brach Werder wieder auseinander und agierte wie ein Absteiger. Hoffenheim nutzte die Schwäche zu zwei weiteren Toren.

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