Nacktfotos auf Kinderhandys: London setzt Ultimatum

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
Foto: Pixabay/Gerd Altmann

LONDON: Kinder und Jugendliche können mit dem Smartphone leicht explizite Fotos versenden. Die britische Regierung kündigt jetzt eine Gesetzesänderung an - für den Fall, das nicht gehandelt wird.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat den in Großbritannien aktiven Techfirmen ein Ultimatum zur Einführung neuer Kinderschutzmechanismen gestellt. «Ein Problem ist die Möglichkeit für Kinder, mit Smartphones Nacktbilder zu senden und zu empfangen», sagte Starmer der Nachrichtenagentur PA zufolge am Mittag in London. Er forderte die Technologieunternehmen auf, technische Schutzmechanismen einzuführen, die das verhindern können.

Zu lange sei gesagt worden, «das sei einfach der Preis moderner Technologie, man könne nichts dagegen tun, die Regierung sei machtlos und Eltern müssten das akzeptieren», sagte Starmer. Das akzeptiere er nicht. Die Technologie sollte sich an die Bedürfnisse der Gesellschaft anpassen, nicht umgekehrt. Es sei keine «unlösbare Herausforderung», sagte Starmer.

Sollten die Unternehmen dennoch nicht handeln, werde die Regierung aktiv werden, kündigte der Premierminister an. «Wir werden handeln und das Gesetz ändern.» Untätigkeit sei keine Option. In Großbritannien wird bereits seit mehreren Monaten über Möglichkeiten für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen debattiert. Die Regierung eruiert unter anderem Möglichkeiten, die Nutzung der sozialen Netzwerke für Unter-16-Jährige stark einzuschränken.

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