Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Schweizer Embolo beantragt Visum für WM - und muss warten

BERN: Der Schweizer Nationalstürmer Breel Embolo muss wegen Problemen mit seinen Einreisedokumenten weiter auf seine Reise zur Fußball-WM in die USA warten. Der 29-Jährige sei am Vormittag bei der US-Botschaft in Bern gewesen und habe einen Visumsantrag gestellt, teilte der Schweizer Verband einen Tag nach der Abreise des Teams nach Amerika mit. Dieser Antrag soll nun «mit Priorität behandelt» werden. Embolo konnte am Dienstag nicht mit dem Team in die USA fliegen.


Nach Oberschenkel-OP: Baumgartner fällt länger aus

WIEN: Christoph Baumgartner vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig fällt wohl länger aus als gedacht. Nach der beim Aufwärmen vor dem Länderspiel gegen Tunesien (1:0) erlittenen Muskelverletzung im rechten Oberschenkel wurde der österreichische Nationalspieler am Mittwoch operiert. Nach Angaben von RB verlief der Eingriff erfolgreich. «Unser Offensivspieler wird zeitnah mit der Reha beginnen und diese während der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 größtenteils in Leipzig fortführen», teilten die Sachsen mit.


Niederlande patzen bei WM-Härtetest gegen Algerien

ROTTERDAM/LÜTTICH: Die Fußball-Nationalmannschaft der Niederlande hat vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko einen herben Rückschlag kassiert. Das Team von Cheftrainer Ronald Koeman unterlag im Härtetest gegen Algerien in Rotterdam mit 0:1 (0:0). Den Treffer erzielte der bei Feyenoord spielende Anis Hadj Moussa mit einem Traumtor in der Schlussphase (86. Minute). DR Kongo spielte gegen Dänemark 0:0.


SC DHfK Leipzig steht als erster Handball-Absteiger fest

LEMGO: Die Handballer des SC DHfK Leipzig müssen den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Das Team von Trainer Frank Carstens unterlag am Abend in seinem vorerst letzten Bundesliga-Auswärtsspiel beim TBV Lemgo Lippe mit 28:30 (17:18), womit die Minimalchance auf den Klassenerhalt endgültig erlosch.


Überraschung in Wolfsburg: Tobias Strobl neuer Trainer

WOLFSBURG: Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg hat Tobias Strobl als neuen Trainer verpflichtet. Die 38 Jahre alte Überraschungslösung kommt gegen Zahlung einer Ablösesumme vom SC Verl. Strobl erhält bei den Niedersachsen einen Vertrag bis Sommer 2028. Über die Zusammensetzung des neuen Trainerteams will Wolfsburg zeitnah informieren. Den westfälischen Club Verl hatte Strobl in der vergangenen Saison auf Platz sechs der 3. Fußball-Liga geführt.


Ismaik zahlt nicht: 1860 München stürzt ab

MÜNCHEN: Der TSV 1860 München bekommt nach einem Finanzzoff mit seinem umstrittenen Investor Hasan Ismaik nach eigener Darstellung keine Lizenz für die 3. Liga. Der Traditionsverein stürzt demnach zum zweiten Mal nach 2017 in die Fußball-Regionalliga ab. Die Münchner konnten mit Ablauf der Frist heute um 17.00 Uhr nicht den nötigen Liquiditätsnachweis beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erbringen. «Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen», schrieb der Noch-Drittligist.


Thomas und Lisa Müller haben sich getrennt

MÜNCHEN: Fußballstar Thomas Müller und seine Frau, die Dressurreiterin Lisa Müller, sind nicht mehr zusammen. Das bestätigte der Medienanwalt der beiden, Christian Schertz, der «Bild»-Zeitung. Das Paar habe sich einvernehmlich vor einiger Zeit getrennt, hieß es. Schon seit Monaten hatte es Spekulationen über die Beziehung der Müllers gegeben. Das Paar hatte 2009 geheiratet.


Italiener Cobolli und Arnaldi ziehen ins Halbfinale der French Open ein

PARIS: Der italienische Tennisspieler Flavio Cobolli hat erstmals in seiner Karriere ein Grand-Slam-Halbfinale erreicht. Der 24-Jährige setzte sich bei den French Open im Viertelfinale gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime mit 4:6, 6:4, 6:4, 6:4 durch. Dort bekommt er es mit Landsmann Matteo Arnaldi zu tun, der sich am Abend gegen Matteo Berrettini durchsetzte. Der Italiener Berrettini musste beim Stand von 5:7, 2:5 verletzungsbedingt aufgeben.


Erstes Training in Chicago ohne Neuer - Havertz legt los

CHICAGO: Keine 19 Stunden nach der Ankunft in den USA steht der deutsche WM-Kader erstmals auf dem Trainingsplatz. Der Teamsenior fehlt drei Tage vor dem finalen Test - aber ein Nachzügler ist dabei.

Das Länderspiel-Comeback von Manuel Neuer bei der WM-Generalprobe gegen die USA bleibt weiter mit einem Fragezeichen versehen. Der 40-Jährige war beim ersten Training der Fußball-Nationalmannschaft nach der Anreise nach Chicago noch nicht mit den Kollegen auf dem Platz dabei, wie der DFB zur Einheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit vermeldete.

Der von Bundestrainer Julian Nagelsmann als Nummer eins eingeplante Neuer befinde «sich weiter im Belastungsaufbau», hieß es. Der Bayern-Schlussmann hatte sich am letzten Bundesliga-Spieltag Mitte Mai eine Verhärtung an seiner linken Problemwade zugezogen. Nagelsmann will bei dem Teamsenior keinerlei Risiko eingehen. Trotzdem wäre ein Einsatz und damit auch ein körperlicher Härtetest gegen die USA an diesem Samstag (20.30 Uhr/RTL) schon wichtig.

Nachzügler Havertz in Aktion

Drei Tage vor dem finalen WM-Probelauf zählte erstmals in der Vorbereitung auch Offensivspieler Kai Havertz zu den 23 Feldspielern, die auf dem Gelände des MLS-Clubs Chicago Fire trainierten. Der 26-Jährige war nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit dem FC Arsenal gegen Paris Saint-Germain am Dienstag separat nach Chicago geflogen und dann im Hotel Waldorf Astoria zum Team gestoßen.


WM-Teilnehmer Wimmer von Wolfsburg nach Hoffenheim

SINSHEIM: WM-Teilnehmer Patrick Wimmer wechselt von Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg zu Europapokal-Teilnehmer TSG 1899 Hoffenheim. Der 25 Jahre alte Österreicher unterschreibt «einen langfristigen Vertrag», wie die Kraichgauer ohne Nennung weiterer Details mitteilten. Während Wolfsburg in der Relegation in die 2. Bundesliga abgestiegen ist, hat Hoffenheim nach Platz fünf einen Europa-League-Start sicher.


Frauen-Halbfinals bei French Open stehen an

PARIS: Die ganz großen Favoritinnen sind bereits raus. Wer holt jetzt den Titel beim Sandplatz-Klassiker? Am Donnerstag werden die Finalplätze ausgespielt.

Am Donnerstag werden bei den French Open in Paris die Finalistinnen ermittelt. Schon jetzt steht fest: Es wird bei den Tennis-Frauen einen neuen Grand-Slam-Champion geben. Im ersten Halbfinale (15.00 Uhr/Eurosport) kommt es zum pikanten Aufeinandertreffen zwischen der Ukrainerin Marta Kostjuk und der Russin Mirra Andrejewa. Danach spielen auf dem Court Philippe Chatrier die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska und die Russin Diana Schnaider gegeneinander.


Golfprofi Kaymer hat sich «mit Schmerzmitteln zugeballert»

SOTOGRANDE: Golfprofi Martin Kaymer hat zahlreiche Turniere nur unter dem Einfluss von Schmerzmitteln spielen können. Wie der 41-Jährige vor Andalucia Maters auf dem renommierten Platz Valderrama im Sky-Interview berichtete, nahm er wegen gesundheitlicher Probleme bis zu 3.500 Milligramm Ibuprofen täglich zu sich. «Ich habe teilweise vier, fünf Turniere gespielt, ohne jegliches Training, sondern nur die Turnierrunden. Ich habe mich dann mit Schmerzmitteln zugeballert, um die Turniere zu spielen», sagte Kaymer.


Pyro beim Derby: Hohe Strafen für HSV und St. Pauli

HAMBURG: Der Hamburger SV und der FC St. Pauli sind wegen des Verhaltens einiger ihrer Fans beim Bundesliga-Stadtderby im Januar vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Der HSV muss demnach 253.000 Euro zahlen, der Stadtrivale vom Millerntor sogar 359.000 Euro. Von dem Strafgeld kann der Hamburger SV 84.300 Euro «für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden», hieß es in dem Urteil.


Kurz vor WM-Start: Lösung in Sicht im Zoff um Aztekenstadion

MEXIKO-STADT: Im Zoff um einen 99 Jahre geltenden Vertrag und um besondere Plätze im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt zeichnet sich rund eine Woche vor dem WM-Eröffnungsspiel eine Lösung ab. Rund 14.000 Inhaber von Logen und Dauerplätzen hatten ihr Recht geltend gemacht, den Start in das Mega-Turnier und vier weitere WM-Spiele in dem legendären Fußball-Tempel kostenlos sehen zu dürfen. Nun hat der Stadionbetreiber nach eigenen Angaben rund 63 Millionen US-Dollar für die Tickets der Dauerkartenhalter an die FIFA gezahlt.


Umfrage: Berliner Zustimmung zu Olympia in Hauptstadt sinkt

BERLIN: Eine Mehrheit der Berliner ist einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes zufolge weiterhin für Olympische und Paralympische Spiele in der Hauptstadt. Im Vergleich zur ersten DOSB-Umfrage im März sank die Zustimmung allerdings um vier Prozentpunkte. Auf die Frage des Meinungsforschungsinstituts Dimap, ob man grundsätzlich eine Bewerbung Berlins um das Sport-Riesenevent befürworte, antworteten 38 Prozent mit «ja», 18 Prozent mit «eher ja». 25 Prozent sind gegen Olympia vor der Haustür und sagen «nein» - das sind sieben Prozentpunkte mehr als im März.


Guirassy: Hate-Speech im Internet Gefahr für junge Fußballer

DORTMUND: Beleidigungen im Netz treffen nicht nur Profis, sondern vor allem Nachwuchsspieler hart. Warum Guirassy Sperren für Täter fordert und was ihn selbst schon hat zweifeln lassen.

Bundesliga-Stürmer Serhou Guirassy von Borussia Dortmund beklagt Hass-Kommentare im Internet. Der 30 Jahre alte Torjäger gab im Interview des am Donnerstag erscheinenden Bundesliga-Magazins der Deutschen Fußball Liga zu bedenken, dass sogenanntes Hate-Speech gerade für junge Fußballer belastend sein könnte.

«Ich gebe persönlich nichts auf anonyme Beleidigungen von fremden Menschen, daher ist mir das inzwischen egal», sagte Guirassy, meinte aber auch: «Wenn ich zum Beispiel Leute auf Portalen wie X sehe, die Spieler beleidigen, dann tut es mir leid für diese Kollegen, denn niemand verdient so etwas. Wir sind ganz normale Menschen. Kritik ist okay, aber Beleidigungen sind es nicht.»

Guirassy fordert: Social-Media-Sperren für Beleidigungen

Guirassy mahnte, dass solche Belastungen auch dazu führen könnten, Talente im Fußball zu verlieren. «Viele Talente verschwinden aus dem Profifußball nach schwierigen Phasen. Aber man darf nie aufgeben. Auch ich hatte schwierige Zeiten», sagte der Guineer und warb dafür, Beleidigungen im Netz anders zu ahnden: «Manchmal frage ich mich, warum manche Menschen überhaupt solche Plattformen benutzen dürfen. Wer andere beleidigt, sollte direkt gesperrt werden.»


Qualifikantin Chwalinska sensationell im Pariser Halbfinale

PARIS: Das Tennis-Märchen der Qualifikantin Maja Chwalinska bei den French Open geht weiter. Die 24-jährige Polin zog durch ein 7:6 (7:3), 6:3 gegen die Russin Anna Kalinskaja sensationell ins Halbfinale des Grand-Slam-Turniers auf Sand ein. Chwalinska stellte die Bestmarke für eine Qualifikantin bei den French Open ein. 2020 war die Argentinierin Nadia Podoroska in Paris ebenfalls in die Runde der besten Vier eingezogen, nachdem sie sich in der Qualifikation einen Startplatz fürs Hauptfeld erkämpft hatte.


WM-Testspiel wegen Ebola abgesagt: DR Kongo hofft auf Lösung

KINSHASA: Nach der Spielabsage in Spanien aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hofft der kongolesische Fußballverband auf eine schnelle Lösung. Die Nationalmannschaft sollte am 9. Juni in der La Línea de la Concepción in der Provinz Cádiz zu einem WM-Testspiel gegen Chile antreten. Doch der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, sagte die Partie aufgrund von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land ab.


Éric Dubois wird neuer Eisbären-Cheftrainer

BERLIN: Éric Dubois wird neuer Cheftrainer des deutschen Eishockey-Meisters Eisbären Berlin. Der Kanadier kommt vom DEL-Konkurrenten ERC Ingolstadt, wie der Hauptstadtclub mitteilte. Bei den Schanzern war er letzte Saison Assistenzcoach seines Landsmannes Mark French. Der 56-jährige Dubois tritt die Nachfolge von Erfolgscoach Serge Aubin an. Der Kanadier hatte den DEL-Rekordchampion zu fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren geführt und dann seinen Abschied verkündet. Aubin (51) betreut künftig den SC Bern in der Schweizer National League.


Neuer Ferrari-Vertrag für Leclerc vor Monaco-Heimrennen

MONTE CARLO: Pünktlich zu seinem großen Heimrennen in Monaco hat Charles Leclerc einen neuen Vertrag bei der Scuderia Ferrari unterschrieben. Wie lange das neue Arbeitspapier des 28-Jährigen gültig ist, teilte der italienische Formel-1-Traditionsrennstall allerdings nicht mit. Von den kommenden Saisons war die Rede. Aktuell belegt Leclerc den dritten Platz im WM-Klassement hinter den beiden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell.


Medien: Bayern einig mit Marokkos Saibari - Clubs verhandeln

MÜNCHEN: Der FC Bayern München soll sich Medienberichten zufolge mit dem marokkanischen Nationalspieler Ismael Saibari über dessen persönliche Bedingungen für einen Wechsel einig sein. Allerdings sollen die Münchner noch Verhandlungen mit dessen aktuellem Verein PSV Eindhoven führen. Demnach geht es noch um die Transfersumme für den Offensivspieler. Saibari hatte maßgeblichen Anteil am dritten Meistertitel der PSV in Serie, der 25-Jährige wurde auch zum Spieler des Jahres der Eredivisie gewählt. 2025 gewann er mit Marokko die Afrikameisterschaft. Sein Vertrag in Eindhoven soll noch bis Mitte 2029 gültig sein.


Lizenz erteilt: Krefeld Pinguine zurück in der DEL

NEUSS: Die Rückkehr der Krefeld Pinguine in die Deutsche Eishockey Liga ist perfekt. Durch den genehmigten Lizenzierungsantrag des Zweitliga-Meisters steht der Abstieg der Dresdner Eislöwen aber immer noch nicht fest. Das Lizenzierungsverfahren für den anderen Erstligisten läuft noch bis etwa Ende Juni. Sollte ein bisheriger DEL-Club überraschenderweise für die kommende Saison keine Lizenz erhalten, könnten die Sachsen weiter im Oberhaus spielen.

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