Behörden warnen vor Rückkehr

Foto: epa/Office Of Civil Defense
Foto: epa/Office Of Civil Defense

MANILA (dpa) - Mehr als eine Woche nach dem ersten Ausbruch des Vulkans Taal haben philippinische Behörden dazu aufgerufen, sich weiterhin aus der Gefahrenzone fernzuhalten. Über dem Vulkan sei derzeit zwar nur weißer Rauch zu sehen, im Inneren sei er aber weiter aktiv, erklärte das staatliche seismologische Institut Phivolcs am Montag. Es warnte: «Die Menschen mögen denken, dass nichts passiert, aber unterhalb der Oberfläche herrscht Bewegung», sagte der Leiter des Instituts, Renato Solidum. Im Inneren steige Magma auf. «Wenn das Magma den Krater erreicht, könnte dies eine starke Explosion auslösen.»

«Niemand auf der Welt kann einen Vulkanausbruch vorhersagen», sagte hingegen Charlie Natanauan, Vizebürgermeister der benachbarten Ortschaft Talisay dem Radiosender DZMM. «Wir sollten zurück nach Hause gehen dürfen», forderte er.

Es sei schwer, die Menschen von der Gefahr zu überzeugen, sagte Fulgencio Mercado, Bürgermeister der Stadt Taal. «Sie sagen mir immer, dass Gott sich um sie kümmern wird», fügte er hinzu. «Es bricht mir das Herz. Wer will nicht nach Hause gehen? Aber wir müssen das Gesetz befolgen, wir sind in der Gefahrenzone, also müssen wir evakuieren.» Trotz der Warnung besuchten auch einige Touristen Taal.

Mehr als 130 000 Menschen hatten in den vergangenen Tagen ihre Dörfer in der Provinz Batangas verlassen müssen. Der Vulkan liegt etwa 66 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Die Gegend ist dicht besiedelt und auch bei Touristen beliebt. Drei Menschen starben bisher - einer an einem Herzinfarkt während der Evakuierung, zwei weitere in Notunterkünften an Krankheiten.

Der Taal ist nach dem Mayon der zweitaktivste Vulkan der Philippinen, er liegt auf der Hauptinsel Luzon. Der südostasiatische Inselstaat mit rund 100 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring - der geologisch aktivsten Zone der Erde mit mehr als 450 Vulkanen.

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