Cardiff legt Berufung gegen FIFA-Urteil ein

Foto: epa/Dominic Steinmann
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LAUSANNE (dpa) - Der walisische Fußball-Club Cardiff City hat im Streit um die nachträgliche Transferentschädigung für den tödlich verunglückten Fußballer Emiliano Sala Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt.

Der Fußball-Weltverband FIFA hatte Ende September den Absteiger aus der Premier League zu einer Zahlung von sechs Millionen Euro an den FC Nantes aufgefordert, Cardiff hatte daraufhin den Gang vor den CAS angekündigt. Der Gerichtshof eröffnete am Donnerstag in Lausanne das Berufungsverfahren.

Cardiff und Nantes hatten sich im Januar auf eine Transfersumme von 17 Millionen Euro für Sala geeinigt. Der 28-jährige war zwei Tage nach der Verkündigung des Transfers auf dem Weg nach Wales mit dem Flugzeug abgestürzt und ums Leben gekommen. Cardiff sieht sich deshalb nicht in der Pflicht, das Geld an den FC Nantes zu zahlen, weil Sala zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht bei dem Verein registriert gewesen sei.

Aus Sicht von Cardiff sei der Transfervertrag daher noch nicht komplett und damit ungültig gewesen, sodass der aktuelle Tabellenzehnte der zweitklassigen Championship Berufung gegen das Urteil der FIFA einlegt. Laut CAS soll eine Anhörung beider Vereine voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden.

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