Nach 21 Jahren vor möglicher Aufklärung

Mord in Innsbruck 

Foto: Unsplash
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INNSBRUCK: Das Opfer war 19 Jahre alt. Der Tatort: eine Telefonzelle. Ein Mann geriet unter Mordverdacht - und wurde wieder aus der U-Haft entlassen. Jetzt soll es doch noch zum Prozess in Österreich kommen.

21 Jahre nach dem Mord an einer österreichischen Studentin hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck einen Verdächtigen angeklagt. Es handle sich um einen in Australien lebenden 42-jährigen Österreicher, den eine neue DNA-Analyse belaste, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Am Tatort - einer Telefonzelle in Innsbruck - seien damals auf dem Filter einer angerauchten Zigarette DNA-Spuren des Mannes gefunden worden. «Daraus schließt die Staatsanwaltschaft, dass der Angeklagte am Tatort war.»

Der Mann soll seine damals 19 Jahre alte Studienkollegin in den frühen Morgenstunden des 23. Juni 2005 mit zwei Messerstichen in Brust und Rücken getötet haben. Er zählte von Anfang an zum Kreis der möglichen Täter und saß laut Behörden 2014 sogar mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Da sich aber eine DNA-Spur damals als nicht aussagekräftig herausgestellt hatte, wurde der Mann wieder entlassen.

Justiz ließ neue DNA-Analysen erstellen

Die Staatsanwaltschaft habe aber immer wieder neue DNA-Analysen angefordert, hieß es. Bereits 2023 habe sich dabei der Verdacht gegen den heute 42-Jährigen wieder erhärtet. Ein internationaler Haftbefehl sei aber von den australischen Behörden nicht vollzogen worden, so die Staatsanwaltschaft.

Jetzt habe der Verteidiger des Verdächtigen angekündigt, dass sein Mandant freiwillig nach Österreich kommen werde. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.

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