COLOMBO: Blutige Kämpfe hinter Gittern: In einem Hochsicherheitsgefängnis in Sri Lanka eskaliert ein Streit - Drohnen und Hubschrauber kommen zum Einsatz. Wie konnte es so weit kommen?
Bei einem Gewaltausbruch in einem Gefängnis in Sri Lanka sind nach Behördenangaben mindestens 26 Menschen getötet worden. Mehr als 75 Menschen seien verletzt worden, teilte der Justizminister des südasiatischen Inselstaats, Harshana Nanayakkara, laut dem Sender Ada Derana und anderer sri-lankischer Medien mit. Unter den Todesopfern befinden sich demnach 19 Häftlinge und sieben Gefängniswärter.
Die Polizei ging den Berichten zufolge davon aus, dass Mitglieder zweier rivalisierender Gruppen in dem Hochsicherheitsgefängnis in Negombo aneinandergeraten waren. Negombo liegt etwa 30 Kilometer nördlich der Metropole Colombo an der Westküste der Insel.
Streit um Drogenhandel?
Nach Berichten des sri-lankischen Nachrichtenportals Newsfirst könnte nach ersten Informationen ein Streit um Drogenhandel Auslöser der Gewalttätigkeiten gewesen sein. Die Gruppen seien im Bereich der organisierten Kriminalität tätig. Die Sicherheitskräfte hätten die Lage in der Haftanstalt bis zum Montagnachmittag (Ortszeit) unter Kontrolle gebracht.
Bereits am Sonntag war es demnach zu Zusammenstößen gekommen. Nachdem sich die Lage zunächst scheinbar beruhigt habe, sei es am Montag erneut zur Gewalt in dem Gefängnis gekommen. Sri Lankas Luftwaffe habe einen Hubschrauber und Drohnen eingesetzt, um die Sicherheitskräfte im Gefängnis zu unterstützen. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein.