Meldungen der Luftfahrt am Samstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

100.000 Israelis im Ausland gestrandet

TEL AVIV: Seit dem Morgen greifen Israel und die USA den Iran an, Teheran reagiert mit Gegenangriffen. Viele Israelis auf Reisen kommen deshalb derzeit nicht zurück in ihre Heimat.

Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran sind derzeit einem Medienbericht zufolge rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtete der israelische Sender Channel 12. Wegen der iranischen Gegenangriffe nach den israelisch-amerikanischen Attacken im Iran wurde der Luftraum über Israel bis auf weiteres für zivile Flüge geschlossen.

Dem Sender zufolge sitzen auch Dutzende israelische Passagiere in Saudi-Arabien fest. Sie seien eigentlich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewesen und in Saudi-Arabien notgelandet. Zu Saudi-Arabien unterhält Israel - anders als zu den VAE - keine diplomatischen Beziehungen. Vor Beginn des Gaza-Kriegs nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 hatte es Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gegeben. Laut Channel 12 sind die Israelis noch an Bord ihres Flugzeugs.

Channel 12 berichtete auch von einem Elternpaar, das ohne den zweieinhalb Jahre alten Sohn in den Urlaub nach Bulgarien geflogen war. Sie seien frustriert, weil sie in dieser heiklen Situation nicht zu ihrem Kind zurückkehren können, sagte der Vater dem Sender. Reisende im Ausland wurden angewiesen, die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften zu verfolgen.


Angriffe in Nahost: Emirates stoppt Flüge von und nach Dubai

DUBAI: Der internationale Flughafen von Dubai ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Reiseverkehr im Nahen Osten. Wegen der jüngsten Eskalation wird dort nun ein Großteil der Flüge ausgesetzt.

Wegen der iranischen Angriffe im Nahen Osten hat die emiratische Fluggesellschaft Emirates den Flugverkehr von und nach Dubai ausgesetzt. Grund sei die Schließung mehrere Lufträume in der Region, teilte Emirates mit.

Das Medienbüro Dubais teilte mit, der Betrieb an den beiden großen Flughäfen der emiratischen Metropole sei vorerst unterbrochen. Die Luftfahrtbehörde teilte mit, der Luftraum sei als «Vorsichtsmaßnahme» geschlossen wegen der Sicherheitslage in der Region.

Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran wurde der Luftraum unter anderem auch in Israel, im Iran und im Irak vorübergehend geschlossen. Auch die Golfstaaten Katar und Bahrain schlossen ihren Luftraum.

Unter anderem setzte wegen der aktuellen Lage die Lufthansa mehrere Flüge zu Zielen im Nahen Osten aus. Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM setzte Flüge nach Tel Aviv und Dubai aus oder passte diese an.


Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten aus

FRANKFURT/MAIN: Die Militäraktionen im Nahen Osten wirken sich auf den Flugverkehr aus: Lufthansa setzt Verbindungen in die Region aus.

Der Angriff auf den Iran durch Israel und die USA hat Auswirkungen auf den Luftverkehr. Die Lufthansa setzt nach Angaben eines Sprechers mehrere Flüge mit Ziel Naher Osten aus. Die Städte Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis einschließlich 7. März nicht angeflogen.

Ebenfalls bis einschließlich 7. März würden folgenden Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fänden heute und morgen nicht statt, sagte der Sprecher.

Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den Ticketpreis zurück. Die Lufthansa bedauere die Unannehmlichkeiten, die Sicherheit für Passagiere und Crews habe für die Lufthansa Group aber oberste Priorität.

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