PHETCHABURI: Der Nationalpark Kaeng Krachan hat neue Aufnahmen eines Leoparden veröffentlicht und wertet die Sichtung als positives Zeichen für den Zustand des Ökosystems in dem Schutzgebiet. Die Bilder wurden bereits im Mai vergangenen Jahres vom Wildtierfotografen Kittipong Ngamjling aufgenommen und nun von der Parkverwaltung veröffentlicht.
Die Fotos zeigen den Leoparden beim Überqueren einer Straße zwischen den Kilometermarkierungen 12 und 13 auf dem Weg in das Gebiet Phanoen Thung. Auf einer Aufnahme ist das Tier mit seinem markanten Fellmuster aus schwarzen Rosetten auf goldenem Fell deutlich zu erkennen. Ein weiteres Bild zeigt den Leoparden geduckt im Straßenrandbewuchs mit aufmerksamem Blick, was nach Angaben der Parkverwaltung das natürliche Vorsichts- und Jagdverhalten des Raubtiers widerspiegelt.
Raubtier steht für artenreichen Wald
Parkleiter Mongkol Chaiphakdee erklärte, dass die Sichtung ein Hinweis darauf sei, dass das Ökosystem des Nationalparks weiterhin intakt und artenreich sei. Leoparden stünden an der Spitze der Nahrungskette. Wenn sie in einem Gebiet dauerhaft überleben könnten, spreche dies für eine hohe biologische Vielfalt.

Der Nationalpark bekräftigte zugleich seine Maßnahmen zum Schutz von Wald und Wildtieren. Dazu gehörten intensive Patrouillen sowie der verstärkte Einsatz von Kamerafallen zur Beobachtung verschiedener Tierarten. Besucher wurden erneut aufgefordert, die Vorschriften des Nationalparks strikt einzuhalten. Dazu zählen langsames Fahren insbesondere in den Abend- und Morgenstunden, das Vermeiden von Lärm, das Unterlassen jeglicher Fütterung von Wildtieren sowie die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen. Auch beim Fotografieren von Wildtieren solle ausreichend Abstand eingehalten werden.
Leoparden nur noch in wenigen Wäldern
Leoparden gelten in Thailand als geschützte Tierart nach dem Gesetz zum Schutz von Wildtieren und werden auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als potenziell gefährdet eingestuft. In Thailand kommen sie nur noch in wenigen Waldgebieten vor. Der Nationalpark Kaeng Krachan zählt deshalb zu den wichtigsten Schutzgebieten für den Erhalt der Art.