Lage auf Krim spitzt sich zu: Verbot von Kinderreisen

Grafik: DER FARANG
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SIMFEROPOL: Kiew will die 2014 von Moskau annektierte Krim mit Drohnenangriffen isolieren. Die Lage spitzt sich zu. Die von Russland eingesetzten Behörden verbieten Reisen von Kindern in Ferienlager.

Die von Moskau eingesetzten Behörden auf der seit 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Unterbringung von Kindern zu Erholungs- und Tourismuszwecken verboten. Das gelte bis zum 1. September, hieß es in einem entsprechenden Dekret.

«In der aktuellen Situation sind diese Maßnahmen nötig zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit», schrieb der von Russland einsetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow dazu bei Telegram und bat um Verständnis. Die Krim ist bei russischen Touristen ein beliebtes Reiseziel. Auch Kinderferienlager sind üblich.

Probleme bei Kraftstoff- und Stromversorgung

Die Lage auf der Krim verschärft sich nach ukrainischen Drohnenangriffen. Bereits seit Wochen ist Benzin dort knapp. Nachdem es erst Abgabebeschränkungen gegeben hatte, wird inzwischen gar kein Kraftstoff mehr an Privatleute ausgegeben. Der örtliche Energieversorger Krimenergo teilte außerdem mit, dass Zeitpläne für Stromsperren eingeführt wurden. Das wiederum hat auch Einfluss auf die Wasserversorgung.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hatte vor einer Woche in einem Interview eine Isolation der Halbinsel mittels Drohnenangriffen angekündigt. Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein «Fenster der Möglichkeiten». «Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden», sagte Fedorow.

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