Lagarde reist trotz Mord nach Riad

Foto: epa/Made Nagi
Foto: epa/Made Nagi

NUSA DUA (dpa) - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, wird trotz der Berichte über den möglichen Mord an einem saudischen Regimekritiker zu einer großen Investmentkonferenz reisen, die am 23. Oktober in Riad beginnt. «Meine Absicht ist, meine Pläne nicht zu ändern», sagte Lagarde zum Abschluss der Jahrestagung von IWF und Weltbank am Samstag in Nusa Dua (Indonesien).

Berichten zufolge soll Dschamal Chaschukdschi im saudischen Konsulat in Istanbul von Geheimdienstleuten des Königreichs ermordet worden sein. Er hatte zuletzt unter anderem als Kolumnist für die «Washington Post» gearbeitet.

«Es sind furchtbare Dinge berichtet worden», sagte Lagarde. «Aber ich muss meinen Job für den IWF machen.» Die frühere französische Finanzministerin sagte jedoch: «Ich werde meine Meinung sagen.»

Mehrere hochrangige Gäste aus der Wirtschaft haben ihre Teilnahme an der Konferenz nach den Berichten aus Istanbul abgesagt. US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärte in Indonesien, er habe seine Entscheidung nicht geändert und werde fahren.

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