Kostenfalle: Banküberweisungen nach Thailand

Wer vergleicht, kann Auslandsüberweisungen schneller und günstiger tätigen

Vergleichen lohnt sich: Mit Transferdienstleistern kann man bis zu 90 Prozent gegenüber der Hausbank sparen. Foto: sir.chitvises / Adobe Stock
Vergleichen lohnt sich: Mit Transferdienstleistern kann man bis zu 90 Prozent gegenüber der Hausbank sparen. Foto: sir.chitvises / Adobe Stock

THAILAND: Wer Geld aus Europa nach Thailand überweist, sollte sich im Vorfeld gründlich über die Details informieren, denn Auslandsüberweisungen nach Thailand können schnell zur Kostenfalle werden, wie zahlreiche Praxisbeispiele belegen.

In der Pro7 Galileo-Sendung vom 13. November 2019 ging die Redaktion der Frage nach, warum Auslandsüberweisungen so lang dauern müssen und was es kostet. In der Sendung berichtet ein Betroffener von seinen Erfahrungen mit Geldtransfers von Deutschland nach Thailand und dass er sich mit Gebühren von bis zu 16 Prozent konfrontiert sah.

Banküberweisungen sind umständlich und dauern vergleichsweise lang:

Banküberweisungen nach Thailand haben gleich mehrere Nachteile. Zum einen muss man sich vorab für eine Entgeltoption (BEN, OUR, SHARE) entscheiden, womit auch der Empfänger durch Gebühren belastet werden kann. Auch die Kostenteilung ist kompliziert und umständlich, wenn man einen exakten Betrag überweisen will, um z. B. eine Rechnung zu bezahlen.

Während der Gesetzgeber bei SEPA-Überweisung gesetzliche Ausführungsfristen festgelegt hat, fehlen solche Regelungen bei klassischen Auslandsüberweisungen gänzlich. Es kann daher durchaus sein, dass eine solche Überweisung mehr als eine Woche unterwegs ist.

Bankkunden werden gleich doppelt geschröpft:

Auch wenn bei vielen Kredit­instituten allein die Gebühren hoch erscheinen, werden fast ausnahmslos alle Bankkunden zusätzlich doppelt geschröpft, denn die Gewinnmargen beim Wechselkurs dienen der zusätzlichen Gewinnmaximierung und sind zum Nachteil der Kunden. Gerade bei hohen Summen ist die eigentliche Grundgebühr zu vernachlässigen und der Wechselkurs spielt eine viel größere Rolle.

Ein Rechenbeispiel:

Bank A überweist 10.000 Euro zu einem Kurs von 32,50 Baht nach Thailand. Grundgebühr: 5,00 Euro.

Anbieter B überweist 10.000 Euro zu einem Kurs von 33,60 Baht nach Thailand. Grundgebühr: 64,14 Euro.

Um Kostenfallen zu umgehen, informiert Geldtransfer.org über die Konditionen thailändischer Banken. Foto: milkovasa / Adobe Stock
Um Kostenfallen zu umgehen, informiert Geldtransfer.org über die Konditionen thailändischer Banken. Foto: milkovasa / Adobe Stock

Scheinbar ist Bank A güns­tiger. Mit ihr erhält der Empfänger exklusive Gebühren 325.000 Baht. Mit Anbieter B würden exklusive Gebühren 336.000 Baht ausgezahlt. Eine Differenz von 11.000 Baht oder umgerechnet rund 325 Euro! Damit fällt die scheinbar hohe Gebühr von 64,14 Euro nicht mehr ins Gewicht.

Korrespondenzbanken ziehen Gebühren ohne Vorabinformation ab:

Viele Banken wickeln Auslandsüberweisungen über sogenannte zwischengeschaltete Korrespondenzbanken ab. So zum Beispiel auch die deutsche Postbank, die alle Zahlungen nach Thailand über die Deutsche Bank in Frankfurt abwickelt. Diese Korres­pondenzbanken ziehen ohne Vorabinformationen weitere Gebühren vom Überweisungsbetrag ab.

Es gibt zahlreiche Alternativen zu Banken:

Durch die langen Ausführungszeiten bei Banken und die hohen Gebühren haben sich in den letzten Jahren viele Startups gegründet, um Auslandsüberweisungen schneller und günstiger zu ermöglichen.

Da sich Gebühren und vor allem Wechselkurse kurzfris­tig ändern können, empfiehlt es sich vor jeder einzelnen Überweisung einen Vergleich durchzuführen. Eine solche kostenfreie Vergleichsmöglichkeit bietet das Portal Geldtransfer.org.

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