Karstadt-Eigner will Medienunternehmer werden

Foto: epa/Hans Klaus Techt
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WIEN (dpa) - Der österreichische Immobilienunternehmer und Karstadt-Eigner René Benko will größer im österreichischen Medienmarkt einsteigen. Er wolle den Anteil der deutschen Funke-Gruppe an der österreichischen «Kronen-Zeitung» übernehmen, sagte er in einem Interview mit der österreichischen «Presse am Sonntag». Er sehe in der Medienbranche großes Entwicklungspotenzial durch die Digitalisierung. «Das finde ich unternehmerisch reizvoll.»

Benko war mit seiner Firma Signa im vergangenen Jahr mit 49 Prozent bei der WAZ Ausland Holding eingestiegen. Darin hält die Funke-Gruppe ihre Beteiligungen in Österreich, unter anderem die Hälfte der «Kronen-Zeitung». «Das Angebot besagt: Signa übernimmt die restlichen Anteile von Funke, die 'Krone' liegt damit wieder in österreichischer Hand», so Benko im Interview.

«Falls Signa den restlichen Hälfteanteil erwerben sollte, würde ich gern eine aktivere Gesellschafterrolle wahrnehmen», sagte Benko weiter. Eine «unfreundliche Übernahme» der anderen Hälfte, die die Familie Dichand hält, strebe er nicht an. Christoph Dichand ist Herausgeber und Chefredakteur. Zwischen der Familie und die Funke-Gruppe gibt es Spannungen. Die Familie hatte sich auch kritisch über den Einstieg von Benko in der Holding geäußert.

Der Immobilieninvestor hatte zuletzt im März Schlagzeilen gemacht, als er mit einem US-Partner das Chrysler Building in New York kaufte. Nach seinen Angaben beträgt die Bilanzsumme seiner Unternehmensgruppe 16 Milliarden Euro. Die Holding habe im vergangenen Jahr einen Jahresgewinn nach Steuern von «über einer Milliarde Euro» gemacht.

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