Bei Parlamentswahl deutet sich enges Rennen an

Eine Radfahrerin überholt eine Dubliner Luas Tram in Dublin. Foto: epa/Adam Vaughan
Eine Radfahrerin überholt eine Dubliner Luas Tram in Dublin. Foto: epa/Adam Vaughan

DUBLIN: Die drei größten Parteien lagen in Umfragen auf Augenhöhe. Die erste Nachwahlbefragung bestätigt das. Doch klar ist: Es handelt sich nur um eine erste Tendenz.

Bei der Parlamentswahl in Irland deutet sich ersten Zahlen zufolge ein enges Rennen an. In einer Nachwahlbefragung mehrerer Sender und Institute schnitt die links-nationale Oppositionspartei Sinn Féin mit 21,1 Prozent am besten ab.

Allerdings folgte mit 21 Prozent die Mitte-Rechts-Partei Fine Gael von Regierungschef Simon Harris nur minimal dahinter. Die zweite Mitte-Rechts-Partei Fianna Fáil von Vize Micheál Martin lag bei 19,5 Prozent.

Damit könnte die bisherige Koalition aus Fine Gael, Fianna Fáil und den Grünen vermutlich fortbestehen. Harris und Martin hatten eine Zusammenarbeit mit Sinn Féin, früher der politische Arm der Terrorgruppe IRA, ausgeschlossen.

Das Ergebnis ist allerdings mit Vorsicht zu bewerten. Es wurde nämlich nur die Erstpräferenz der Wählerinnen und Wähler abgefragt. Nicht berücksichtigt wurde, dass im komplizierten irischen Verhältniswahlrecht Stimmen übertragen werden können. Bis das tatsächliche Resultat in dem EU-Mitgliedstaat feststeht, kann es mehrere Tage dauern.

Knapp 3,7 Millionen Menschen waren aufgerufen, insgesamt 174 Abgeordnete zu wählen.

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