SANAA: Die USA greifen die Huthi-Miliz im Jemen weiter an. Dieses Mal soll unter anderem ein Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen worden sein.
Das US-Militär hat nach Angaben der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz erneut Stellungen der Organisation im Jemen angegriffen. Insgesamt gab es nach Darstellung Huthi-naher Medien 15 Luftangriffe auf die Hauptstadt Sanaa und ihre Umgebung. Demnach galten zwei Angriffe einem Luftwaffenstützpunkt. Es gab keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern. Das US-Militär veröffentlichte zunächst keine Informationen zu den Angriffen.
Luftangriffe des US-Militärs gegen die Miliz im Jemen sind derzeit in aller Munde - vor allem wegen des bekanntgewordenen Chats zwischen Spitzenvertretern der US-Regierung vor jüngsten Angriffen. Präsident Donald Trump hatte dem Iran im Anschluss damit gedroht, dass jeder Schuss, der von den Huthi abgefeuert werde, künftig als Angriff des Iran selbst angesehen werde.
Die Huthi beherrschen große Teile des Jemens. Sie fingen nach Ausbruch des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 damit an, den jüdischen Staat aus Solidarität mit den Islamisten mit Raketen und Drohnen anzugreifen.
Zudem begannen sie mit Angriffen auf Schiffe, die entlang der Küste des Jemens im Golf von Aden oder dem Roten Meer unterwegs sind. Seither meiden viele Frachtschiffe den Suezkanal und die Passage durch das Rote Meer, eine der wichtigsten Seefahrtrouten für den Welthandel.