Hoeneß kritisiert AfD und Ex-Regierung

Bayern-Ehrenpräsident lobt Merz und fordert mehr Arbeit

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, nimmt am Talk
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, nimmt am Talk "Wie bleibt Fußball Business-König" auf dem Kongress Sport Marke Medien teil. Foto: Peter Kneffel/dpa

MÜNCHEN: Nicht mal Deutschland zu verlassen, schließt Uli Hoeneß aus. Die AfD, aber auch die Ex-Regierung stehen im Mittelpunkt seiner Kritik. Viel Lob gibt es für den aktuellen Bundeskanzler.

Uli Hoeneß hat in einer politischen Abrechnung mehr Arbeit in Deutschland gefordert und seinen größten Alptraum benannt. Im zweiten Teil eines «Bild»-Interviews deutete der 74 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München sogar unter bestimmten Umständen einen möglichen Wegzug aus Deutschland an. Auf die Frage, ob es für ihn der größte Alptraum wäre, in einem Land zu leben, in dem die AfD regiere, antwortete Hoeneß: «Ja. Wir haben seit fast 50 Jahren eine Wohnung in der Schweiz - das wäre für unsere Familie gegebenenfalls eine Alternative.»

Kritik auch an Scholz und Baerbock

Hoeneß nutzte das Interview auch zu deutlicher Kritik an der deutschen Vorgänger-Regierung und der Gewerkschaft Verdi - lobende Worte hat der Unternehmer für den jetzigen Bundeskanzler Friedrich Merz. Der CDU-Chef habe es geschafft, die «katastrophale Außendarstellung Deutschlands der letzten vier Jahre zu drehen», befand Hoeneß: Deutschland trete wieder wie eine Führungskraft in Europa auf und zeige Verantwortung, «das hat Merz mit seiner beeindruckenden Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz nachdrücklich unter Beweis gestellt».

Es sei auch gut, dass nicht mehr Olaf Scholz, sondern Merz beim Besuch des amerikanischen Präsidenten neben Donald Trump und JD Vance im Weißen Haus sitze, meinte Hoeneß mit Blick auf den vorherigen SPD-Bundeskanzler Scholz. Die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock von den Grünen kritisierte Hoeneß scharf bei der Frage, was er von den Forderungen eines Boykotts der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer in den USA, Kanada und Mexiko halte. «Das ist für mich symbolpolitischer Blödsinn», sagte Hoeneß.

Für ihn sei es bezeichnend, «dass Frau Baerbock zu den ersten zählte, die den Sport - wie schon bei Katar - wieder in etwas hineinziehen will, das er nicht lösen kann». Die jetzige Präsidentin der UNO-Generalversammlung hatte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos dem Sender ntv gesagt: «Es ist egal, ob es um internationale Politik, um Wirtschaft oder um Sport geht. Wenn man nicht eine Grundform von Regeln hat, an die sich alle halten, dann funktioniert einfach eine Fußball-Weltmeisterschaft nicht.»

Baerbock sprach sich allerdings gegen WM-Boykott aus

Etwas später lehnte Baerbock in einem Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einen Boykott allerdings klar ab: «Das würde ja auch Kanada und Mexiko treffen, die ebenso Ausrichter sind.» Sie halte auch darüber hinaus nichts davon, «notwendige politische Debatten auf dem Rücken von Sportlerinnen und Sportler auszutragen, die jahrelang auf eine Meisterschaft hingearbeitet haben», betonte Baerbock.

Hoeneß äußerte in dem Interview indes auch sein Unverständnis über die Gewerkschaft Verdi. «Gerade haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst geeinigt. Ich finde es völlig okay, dass die Beschäftigten mehr verdienen werden. Überhaupt nicht okay war, dass von Verdi gefordert wurde, die Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden zu reduzieren», sagte Hoeneß: «Die Lösung für Deutschland ist doch nicht, weniger zu arbeiten - sondern mehr! Uns als Gesellschaft geht es jedenfalls nicht besser, wenn ein paar Funktionäre solche wahnsinnigen Ideen in die Welt setzen.» Es stehe außer Frage, «dass wir Deutschen wieder mehr arbeiten müssen», befand Hoeneß.

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Pivat Märkl 21.02.26 16:50
Lieber Hr. HDV. Mein Respekt!
Fehler machen wir unvollkommenen Menschen doch alle.
Diese aber einzugestehen, dazu gehört Charakter und ein gehörig Maß an Selbstreflexion.
VG Pivat
Plante HDV 21.02.26 15:50
Pivat Märkel 21.02.26 12:52 mal ins Offene
Sie erwarten von mir eine Antwort. Ich muß gestehen Sie haben mich nachdenklich gemacht. Es ist ihnen gelungen, mir den Balken im Auge sichtbar zu machen. Genau das ist auch mein Problem. Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Nämlich unvollkommen. Im Eifer des Gefechts habe ich mir in der Vorbereitung meines Kommentars zu wenig Zeit gelassen. In Zukunft werde ich mir mehr Zeit nehmen bevor ich einen Kommentar abschicke. Ich versuch es wenigstens. Okay ?
Roman Knöpfel 21.02.26 12:53
Auch ein
Scheinheiliger denkt, er sei kein Scheinheiligerer. Die Krux liegt halt darin, das die Selbstwahrnehmung von der Aussenwahrnehmung unterschiedlich ist. So denkt ein Diktator, er tue das Beste für sein Land, dabei demontiert er es! Daher denke ich, man sollte mit Urteilen vorsichtig sein, das heisst nicht, nicht hinzuschauen und kritisch zu hinterfragen! Zudem bin ich auch der Meinung, dass wir manchmal zu leichtgläubig auf Informationen reagieren, wir sind zuwenig wachsam, weder bei den Anfängen noch bei den Auswüchsen. Ich habe das Glück 4 Hunde halten zu dürfen. Meine Hunde zeigen mir jeden Tag wie unaufmerksam wir Menschen durchs Leben gehen. Meine Hunde registrieren jede kleinste Änderung und sei es, weil die Nachbarin einen Blumentopf ein wenig umplatziert hat. Meine Hunde zeigen mir, dass kleinste Änderungen, grosse Auswirkungen haben können, bei Sachen an denen ich jahrelang unbeachtet vorbei gegangen bin. Wehret den Anfängen, heisst es so plakativ, das geht aber nur wenn man wachsam ist.
Pivat Märkl 21.02.26 12:52
@ Hr. HDV, mal in's Offene.
Erstens ist nicht entscheidend, was ihr Steuerberater dem FA weitergibt, sondern was sie ihm vorher zugeflüstert haben.
Zweitens: Ich erwartete eigentlich eine Anwort auf meine von der Bibel übernommene, deshalb unverdächtige Bemerkung: "Wie siehst du den Splitter im Auge deines Bruders Uli und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge" ? (Matthäus). Stattdessen Reden um den heißen Brei ohne auf den Kern meines Vorwurfs einzugehen.
Mangelnde Bibelkenntnisse kann ich einem (ehemaligen?) Mitglied einer Glaubensgemeinchaft gewiss nicht vorwerfen. Ein Fauxpas kann andererseits jedem mal passieren. Mindestens ein "Sorry" hätte man erwarten können.
Meine Quintessenz bezgl. Hoeneß: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid und Feinde muß man sich hart erarbeiten.
Plante HDV 20.02.26 19:00
R.Knöpfel 20.02.26 17:45
Ja echt Herr Knöpfel. Ich nehme ihnen das ab, besser zu urteilen als mancher Vorzeigechr. Auch ich habe vor mehr als 15 Jahren eine vermeintliche Chr. Gemeinschaft verlassen. Ich habe das heutige Leben des angeblichen Stellvertreters, ein ganzes Staatsgebilde nutzt er, mit dem Vorbild verglichen. Scheinheiligkeit hoch drei.
Roman Knöpfel 20.02.26 18:40
@ Michel Maillet
Ich bin von meiner Grossmutter erzogen worden und diese Frau war mir näher, als es meine Mutter je war. Meine Grossmutter hat mich katholisch erzogen, zusammen mit ihren eigenen 9 Kindern. Meine Grossmutter war bibeltreu und hat, so weit ich es erleben durfte, nie nur einen Fehltritt gemacht. Ich spiele mich hier nicht zum Richter und auch nicht zum Kläger über andere Personen auf. Das steht mir nicht zu. Inwieweit Plante seine christlichen Werte lebt, ist seine Sache, die er auch mit sich selber ausmachen muss. Daher liegt es mir fern, eine Person zu bewerten, so wenig ich Uli Hoeness be-/ & verurteile für seine lässlichen Sünden, für die er nicht nur bezahlt, sondern auch eingesessen ist.
Michel Maillet 20.02.26 18:20
@Knöpfel
Das war ja auch nur einer von vielen Scheinh....gen. Sie wundern sich sicher nicht wenn ich Ihnen hier bestätige, wieviele junge Menschen in religionsaffektierten Schulen, Internaten, Erziehungsheimen und Waisenheimen ähnliche und weitaus schlimmere Erfahrungen gemacht haben. Oder wie es auch bei HDV zutrifft und gut ausgedrückt von Ihnen: Vorzeigechrist oder Pseudochrist
Roman Knöpfel 20.02.26 17:45
Sehr geehrter
Plante, mir gehen die steuerlichen Angelegenheiten von jedem menschen am Ar.ch vorbei. Ich bin einfach mit der Law und Order Mentalität auf den Keks. Ein jeder hat in seinem Leben mal einen Fehltritt gemacht, jemanden lebenslang Vorwürfe zu machen finde ich falsch. Ich habe meinem. Vikar, in der 5.Klasse eine geklebt, weil er mir an meinen, damals noch kindlichen Wurmfortsatz gegriffen hat, nie einen Vorwurf gemacht. Ich habe sogar die Sanktionen der Kirche, mich aus dem Religionsunterricht auszuschliessen, klaglos akzeptiert. Mein letzter regulärer Kirchenbesuch absolvierte ich 10 Jahre später, als besagter Priester zum Pfarrer geweiht wurde. An diesem Anlass musste er mir in die Augen schauen und diesen Augenblick vergesse ich nie. Ich bin seit über 30 Jahren keiner Glaubensgemeinschaft mehr zugehörig, ich denke aber, das ich christlicher Urteile, als mancher Vorzeigechrist.
Michael Meier 20.02.26 17:30
Tach @ HDV
Der Steuerbetrüger wird erwischt und muß die Steuern + Strafe bezahlen. Der Steuervermeider trixt den Staat aus und der Staat bekommt keinen müden Groschen. Alles Ganoven ! Alles klar ?
Plante HDV 20.02.26 16:10
R.Knöpfel 20.02.26 15:12
Werter Herr Knöpfel, ihre umfangreiche Erleuterung bezüglich der Steuerpraktiken anderer Menschen sagt mir doch alles. Sie kümmern sich einfach zu viel um die steuerlichen Angelegenheiten anderer Menschen und finden selbst dabei keine Ruhe. Schauen Sie soch einmal an wieviel Personen Sie namentlich genannt haben.Vielleicht merken Sie es nur nicht. Das steuerliche Verhalten anderer Personen interessiert mich nicht. Ausgenommen man gibt nachweisbare Hinweise an die Strafbehörden. Denn wie ich schon einmal erwähnte, jeder der Steuern hinterzieht schadet dem Volk und somit auch mir ganz persönlich. Erst wenn solche Betrüger innerhalb meiner gesellschaftlichen Nähe mir bekannt werden krieg ich das Grausen.
Roman Knöpfel 20.02.26 15:12
Ach werter Plante
wachen sie doch bitte auf! Ihre Law und Order Ansprache in Ehren, aber sie überhöhen ihre Ideale etwas gar fest. Ich hatte in meiner Steuererklärung für meinen Arbeitsweg 2 Optionen, das ÖV Ticket für den Arbeitsweg oder ein Fahrrad abzuziehen. Das ÖV Ticket hätte einen Abzug von 300 sFr. erlaubt, das Fahrrad 700 sFr.. Ich ahbe das Fahrrad gewählt, obwohl ich die eine Busstation zu meinem Arbeitsort (500m) zu fuss bewältigt habe. Das war meine Steueroptimierung, die mir der Fiskus zur Auswahl offeriert hat. Wenn der Gross-Investor Klaus Kühne den Geschäftssitz seiner weltweit grössten Spedition von Hamburg nach Schindellegi Kt.Schwyz verlegt hat, spart er mehr Steuern pro Jahr als Uli Hoeness mit seinem missratenen Versuch lebenslang gespart hätte. Aber der diese "legale" Aktion von Klaus Kühne kostet järlich den deutschen Staat eine 6-stellige Millionen Summe. Aber darüber regt sich der bibelfeste Forist nicht auf. Es gäbe noch andere Protagonisten, Günther Sachs, Günther Netzer, Karl Leister, die ehemalige Investmentbankerin und aktuelle AFD Politikerin Alice Weidel wäre auch zu erwähnen.
Plante HDV 20.02.26 15:11
Michael Meier 19.02.26 14:30
Werter Herr Meier, legale Steuervermeidung ist Steuervermeidung nach gesetzlichen Regeln, also kein Betrug. Ich finde es schon sehr seltsam was einige deutsche Staatsbürger für rechtliche Ansichten haben. Ich habe mein Leben lang noch nie schwarz gearbeitet und auch noch nie persönlich eine Steuererklärung ausgefüllt. Das hat immer der Steuerberater, teilweise auch meine Lebensgefährtin (Steuerfachwirtin) gemacht. Allein auf Grund meiner Schwerbehinderung darf ich einen geringen Teil von den sonst üblichen Steuern vermeiden. Herr Meier, laut ihrem Text nennen Sie so etwas "legaler Steuerbetrug". Ich kann es nicht glauben. Warum nur ist ein solch erheblicher Teil der deutschen Gesellschaft gegen legale Steuerpflicht? Wahrscheinlich weil sie sich ungerecht fühlen, dieses in Wirklichkeit aber nicht sind. Eine Antwort an jene die meinen Sie müßten Gott erwähnen. Wenn sie dessen Willen kennen würden, würden sie sich in keiner Art und Weise in der Politik beteiligen. Steuern sind ein Ergebnis der Politik. Kennen Sie den Ausspruch: "Ihr seit nicht von dieser Welt". und wissen Sie was er bedeutet? Ich glaube nicht.
Dieter Schlumpp 20.02.26 15:11
Hut ab Uli Hoeneß, du hattest schon immer ein starkes Rückgrat. Ich liebe mein Deutschland, aber von der AfD werde ich mich niemals regieren lassen, vorher wandere ich auch aus.
Michael Meier 19.02.26 14:30
Werter HDV
Ob man Steuern hinterzieht oder legal vermeidet kommt im Endeffekt auf´s Gleiche raus. Steuer Milliarden die dem Land zustehen verschwinden und fehlen in der Staatskasse. Hönneß hat seine Steuern + Strafe bezahlt und die Steuervermeider nicht ! Steuen vermeiden ist nicht optimieren, sondern legaler Steuerbetrug !
Hermann Hunn 19.02.26 13:35
@Roman Knöpfel 18.02.26 15:50
Khun Roman Knöpfel, Zitat:

☛nie straffällig geworden wären und ihre Strafe abgesessen hätten☚

Gibt es jetzt auch prophylaktische Strafen für unbescholtene Bürger? Wie lange müsste man «sitzen» und haben Sie als braver Bürger diese schon abgesessen?

☺☺☺
Plante HDV 19.02.26 13:35
R.Knöpfel - Hoeneß kritisiert AFD.................
Zwischen Steuern optimieren und Steuern hinterziehen ist für jeden durchschnitlichen Staatsbürger ein klarer Unterschied. Wie alles in der Welt kann man auch ein großes Übel mit schönen Worten ummanteln. Das sind eben die ganz persönlichen unterschiedlichen charakterlichen Eigenschaften. Es gibt Bürger die achten gewissenhaft darauf nicht mit dem STGB in Konflikt zu geraten, aber auch solche Bürger die finden das übertrieben. So ist das nun mal.
Plante HDV 19.02.26 13:34
Hoenes 18.02.26
Da soll man keine Bauchschmerzen bekommen. Wir alle sind keine vollkommenen Menschen. Wie scheinheilig sind aber jene die sich brüsten ihre Steuern schon selbst einmal optimiert * zu haben, aber nur im kleinen Rahmen. Ich denke ich habe diese Behauptung schon richtig verstanden. Ich bedenke aber das jede Steuerhinterziehung etwas besonders Verwerfliches hat. Es wird mit solch einer Tat der Staat betrogen. Nein, der Staat ist das Volk und damit jeder Einzelne von uns ohne Ausnahme. Somit hat derjenige welcher nur in kleinem Rahmen gehandelt hat auch mich betrogen. Ganz zu schweigen von dem der Millionen optimiert hat.
Michael Meier 19.02.26 04:40
@ Pivat
Alle Scheinheiligen hier haben nie schwarz gearbeitet und auch nie bei der Steuererklärung gemogelt 555.
Die größten Konzerne tun auch nix Andres als Hönneß über Briefkastenfirmen, Steueroasen, u.a.m. Sie nur schlauer und tun´s legal mit Gesetzeslücken und entsprechenden Experten die sich auskennen. Egal ob Becker, Hönneß und Graf, diese großartige Sportler die uns viele Jahre wunderbar TV unterhielten, werden für immer und ewig auf ihre Fehlr reduziert. Gott verzeiht, aber manche Forumer nie ! ! !
Pivat Märkl 18.02.26 22:00
Der Fall Hoeneß. Vollwertiges Mitglied?
Ich bekomme Bauchschmerzen, um nicht zu sagen ich bin fast sprachlos, solche unchristlichen Worte aus der Feder eines "Gottesmannes" zu lesen.
Gerade in der Heiligen Schrift des Christentums stehen doch all die Sätze über reuige Sünder, vom Sünde u. Stein werfen, von Saulus und Paulus.
Das Wort Gottes soll etwa nicht für Hoeneß gelten? Einem Mann, der wg. einer unvollständigen Selbstanzeige in's Gefängnis musste, seine Schuld eingestand, alles dem Staat zurückbezahlte und seine Strafe verbüßte ?

Es war damals die Zeit, in der BILD in großen Lettern verkündete: kauft Aktien und urplötzlich war ein neuer Vokssport geboren: das FA bescheißen!
V.a. bei Neuemissionen waren alle dabei - Banker, Studienräte, Beamte, Ärzte etc - die schnellen Tagesgewinne stillschweigend einzusacken.
Und nach 10 Jahren wird auf einen reuigen Sünder immer noch heftig eingedroschen ?!
Das Menschliche, das Ehrenwerte dieses Mannes wird einfach mal unter den Teppich gekehrt.
War er nicht immer ein Begleiter von Jenen, denen es nicht so gut ging? Hat er nicht stets sein Honorar für einen Vortragsabend stillschweigend für einen guten Zweck gespendet, während ein Hr. Steinbrück die volle 15 bis 20k Euro immer zur Gänze einkassierte ?

Bezeichnend für Uli: Auf die Frage des BILD-Reporters, welchen Satz er gerne über sich nach seinem Ableben hören wollte: "Man konnte sich immer auf ihn verlassen" war seine Antwort.
Nicht nur weil ich FCB-Anhänger bin: Hoeneß verdient ein bisschen mehr Respekt!
Chris Jomtien 18.02.26 20:50
Herr Hoeness hat eine minimale Strafe erhalten. Dazu Haftvergünstigungen von denen jeder "normale" Mensch allenfalls träumen kann. Okay, er hat diese Strafe abgesessen und ist damit wieder ein freier Mensch. Jedoch sollte er den Anstand besitzen, sich als Vorbestrafter und Millionendieb nicht als Moralinstanz aufzuführen. Aber genau das, dass er keinerlei Anstand besitzt, hat er in der in der Vergangenheit bereits häufig bewiesen.
Roman Knöpfel 18.02.26 18:30
Ich kenne
keinen Menschen persönlich, der seine Steuern nicht optimiert. Selbst ich habe das gemacht, einfach in erheblich kleineren Rahmen als der gute Uli. Was ich an ihm schätze ist, er ist hingestanden, wurde vor Gericht gestellt und hat seine Strafe abgesessen. Er hat keine Ausrede gesucht, der Steuerberater hätte... usw. Wenn man sämtliche Namen, die im Laufe des Panama Papers Skandal aufgetaucht sind, vor Gericht gestellt hätte, wäre die temporäre Unterkunft von Hoeness überbelegt gewesen. An Hoeness wurde ein Exempel statuiert, um den restlichen Übeltätern zu zeigen, wir können auch Prominente einlochen, wenn es sein muss. Das man sich jetzt deswegen neben Uli Unwohl zu fühlen soll, scheint mir doch massiv übertrieben. Da hat es in D, native Deutsche, neben denen ich mich wirklich Unwohl fühlen würde.
Plante HDV 18.02.26 17:32
R.Kmöpfel 18.02.26 15:50
Ein vollwärtiges Mitglied? Das ist ansichtsache. In der gesellschaftlichen Nähe eines ehemaligen Knasti, ganz gleich wie sein Name lautet, würde ich mich kaum wohlfühlen. Was ihm zur eigenen Meinung natürlich das Recht gibt.
Roman Knöpfel 18.02.26 15:50
@ Harald
Herr Hoeness hat seine Strafe bekommen und abgebüsst. Er ist damit ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft. Damit kann er seine Meinung zu jedem Thema das ihm, wichtig erscheint, äussern. Wenn nur Bürger, die nie straffällig geworden wären und ihre Strafe abgesessen hätten sich äussern dürften, hätten wir teilweise andere Staatenlenker am Ruder.
Harald N.. 18.02.26 14:40
Dieser Ex-Sträfling sollte einfach ruhig sein
Interessant wieviel Medienaufmerksamkeit dieser Herr erhält.

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