Grenzstadt Mae Sai überflutet

Foto: The Nation
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MAE SAI: Der Bezirk Mae Sai in der Provinz Chiang Rai im hohen Norden des Landes wurde am Samstag überflutet, als der Fluss Sai, der die Grenze zu Myanmar bildet, über die Ufer trat.

Nach Angaben des Disaster Prevention and Mitigation Department (DDPM) begann der Flusspegel am Freitag zu steigen und erreichte unter Brücken einen Höchststand von mehr als 6 Metern. Am Samstagmorgen trat der Fluss über die Ufer und überflutete den Sailom Joy Market am Grenzübergang Mae Sai–Tachilek.

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Lokalen Berichten zufolge wurden mehr als 2.000 Haushalte überschwemmt. Einige Wohngebiete stehen bis zu 1 Meter hoch unter Wasser. Lokale Beamte und Militärangehörige haben Boote und Lastwagen für die Evakuierung der am Flussufer lebenden oder auf dem Markt festsitzenden Menschen eingesetzt. Außerdem wurde das Flussufer mit Sandsäcken verstärkt, damit weitere Überschwemmungen verhindert werden können.

Der Grenzmarkt von Tachilek auf der Seite von Myanmar wurde ebenfalls überschwemmt.

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Nach Angaben des DDPM hat der Tropensturm Mulan seit Freitag in 11 nördlichen Provinzen Überschwemmungen ausgelöst, von denen 2.312 Haushalte in 410 Dörfern betroffen waren. Bislang gibt es keine Berichte über Tote oder Verletzte.

Allein in Chiang Rai sind 1.081 Haushalte in 206 Dörfern in acht Bezirken – Khun Tan, Wiang Kaen, Mueang Chiang Rai, Chiang Saen, Chiang Khong, Mae Chan, Thoeng und Mae Sai – von den Überschwemmungen betroffen.

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Martin Pohl 13.08.22 21:00
Ergänzung
Im thailändischen TV wird berichtet, dass darüber hinaus noch ein alter, maroder Staudamm auf Myanmargebiet in unmittelbarer Nähe gebrochen ist und erheblich zu diesem Desaster beigetragen hat.