Feld der Demokraten verkleinert sich

Foto: epa/Cj Gunther
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WASHINGTON (dpa) - Die Riege der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber wird allmählich kleiner. Am Freitag stieg ein weiterer Anwärter der Demokraten aus dem Rennen seiner Partei aus: der Abgeordnete aus dem US-Repräsentantenhaus, Seth Moulton. Der Politiker aus dem US-Bundesstaat Massachusetts war wie diverse andere in dem überfüllten Bewerberfeld chancenlos. Zuvor hatten sich bereits drei andere Demokraten aus dem Wettbewerb verabschiedet.

Auch nach ihrem Ausstieg gibt es noch immer mehr als 20 demokratische Präsidentschaftsanwärter. Es ist aber zu erwarten, dass sich das Bewerberfeld in den kommenden Wochen deutlich verkleinern wird. Experten rechnen damit, dass mehrere Bewerber, die sich nicht bis zum Monatsende für die nächste große Fernsehdebatte der Demokraten im September in Texas qualifizieren können, demnächst aufgeben dürften.

Moulton sagte der «Washington Post», seiner Ansicht werde das Rennen nun nur noch unter den drei Führenden ausgemacht, also zwischen Ex-Vize-Präsident Joe Biden und den beiden linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren. Er äußerte sich zugleich besorgt, dass eine zu linke Ausrichtung der Partei zu einer Niederlage der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020 führen könnte.

Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die Wahl im November 2020 festlegen, beginnen erst im Februar. US-Präsident Donald Trump will bei der Wahl für die Republikaner antreten und sich eine zweite Amtszeit sichern.

Trump spottete am Freitag auf Twitter, das Einknicken der Börsenkurse liege vielleicht daran, dass «Seth Moulton, wer auch immer das ist» aus dem Rennen für die Präsidentschaftswahl ausgestiegen sei. Tatsächlich hatten die Märkte vielmehr nervös auf Trumps jüngste Drohung im Handelskrieg mit China reagiert.

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