Die kleinen gelben Minions und Hollywood

Foto: Pixabay/12019
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MÜNCHEN: Seit Jahren begeistern die Abenteuer der kleinen gelben Minions die Kinobesucher. In ihrem neuen Film zeigt sich aber: Die Luft ist so langsam raus - trotz prominenter Zwillinge als Synchronsprecher.

Die Minions und Hollywood - das ist eine Erfolgsgeschichte. Seit mehr als 15 Jahren begeistern die kleinen gelben Männchen mit ihrer eigenwilligen Sprache nicht nur junge Kinobesucher.

Viermal waren die Minions schon die sehr präsenten Nebendarsteller in der «Ich - einfach unverbesserlich»-Reihe, zweimal hatten sie die Hauptrolle in ihren eigenen Filmen («Minions, 2015», «Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss», 2022). Jetzt kommt also schon der achte Film mit der gelben Invasion auf die Leinwand: Am 1. Juli startet «Minions & Monster» in den deutschen Kinos.

Die Minions und die Geschichte Hollywoods

Die Geschichte beginnt mit einer Führung durch Hollywood. Dabei wird den staunenden Besuchern der Filmstudios erzählt, dass nicht etwa Steven Spielberg oder George Lucas die größten Pioniere der Filmfabrik waren - sondern Henry und James, zwei kleine Gelblinge mit großen Augen. Und wie es dazu kam, davon erzählt der Film.

Er beginnt so wie auch schon der erste Teil der Minions-Reihe: mit der Suche der gelben Gemeinde nach einem möglichst bösen Anführer, dem «Big Boss». Auch wenn die Motive bekannt sind (die Minions entledigen sich ihrer Chefs zuversichtlich einen nach dem anderen versehentlich durch zu viel Aufopferung), ist das nach wie vor durchaus unterhaltsam.

Die Minions als Stummfilmstars

Doch dann geraten die Minions bei der Verfolgung eines vermeintlich boshaften Cowboys ins frühe Hollywood - und das Dilemma nimmt seinen Lauf. Zwar werden sie, nachdem sie versehentlich die entscheidende Aufnahme eines Westerns gecrasht haben, zu großen Stummfilmstars, aber nur vorübergehend.

Henry James und Christoph Waltz

Doch der neumodische Tonfilm beendet die rasante Karriere der zwar niedlichen aber akustisch eben nicht leicht zu verstehenden gelben Schauspieler jäh (frei nach dem Motto Ton killed the Stummfilm-Star) und die Minions stehen auf der Straße. Doch Henry und James, die womöglich zusammen nicht zufällig den Namen des großen Geschichtenerzählers Henry James tragen, wollen nicht aufgeben und ihren eigenen Film machen. Unterstützt werden sie dabei von dem Regisseur Max (in der deutschen und englischen Version gesprochen von Superstar Christoph Waltz).

Die Idee: Ein furchterregendes Monster soll eine Hauptrolle bekommen. Für entsprechende Requisiten und ein Bühnenbild fehlt zwar das Geld - aber glücklicherweise hat Kameramann Ed einst das Monster-Zauberbuch eines bösen Ex-«Big Bosses» mitgehen lassen, als der das Zeitliche segnete.

Die Kaulitz-Zwillinge als Monster-Stimmen

So tritt Goomi auf den Plan: ein sehr kleines Monster, das nicht so harmlos ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Parallel lernen die Minions den außerirdischen Roboter Dort kennen - was sich noch als Glücksfall herausstellen wird. Das Besondere ist dabei nicht die einigermaßen unausgegorene Geschichte, es sind die Synchronsprecher: in der deutschen Version des Films werden Goomi und Dort gesprochen von den Tokio-Hotel-Zwillingen Bill und Tom Kaulitz.

2010 nahm das Universum rund um «Ich - einfach unverbesserlich» seinen Anfang, mit Gru damals noch in der Rolle eines Superschurken. Inzwischen sei das Animations-Franchise mehrere Milliarden US-Dollar schwer und in der Geschichte des Kinos das erfolgreichste seiner Art, jubeln die Macher. Verständlich, dass so ein Unternehmen am Laufen gehalten wird, so lange es geht - aber nach den wunderbar witzigen und originellen ersten Auftritten der gelben Kerlchen zeigt sich langsam aber sicher: Die Luft scheint inzwischen raus zu sein.

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