Alpin-Auftakt in der Corona-Krise

​Dezimierte DSV-Damen legen los 

Mitarbeiter mit Schutzmasken setzten das Zieltor bei der Saison des FIS Alpinen Ski-Weltcups in Sölden. Foto: epa/Gian Ehrenzeller
Mitarbeiter mit Schutzmasken setzten das Zieltor bei der Saison des FIS Alpinen Ski-Weltcups in Sölden. Foto: epa/Gian Ehrenzeller

SÖLDEN: In Sölden geht der Ski-Weltcup in eine ungewisse Corona-Saison. Bei den Damen-Rennen sind die Deutschen nur Außenseiter - weil die jahrelange Siegfahrerin fehlt. Das kann aber auch eine Chance sein.

Es ist ein Aufbruch ins Ungewisse. Inmitten der sich wieder zuspitzenden Coronavirus-Pandemie starten die deutschen Skirennfahrerinnen in Tirol an diesem Wochenende in die erste Saison nach dem Karriereende ihrer jahrelangen Vorzeigeathletin Viktoria Rebensburg. Wer diese Lücke schließen soll und ob der Weltcup-Winter überhaupt vollständig durchgezogen werden kann, sind dabei zwei der spannendsten Fragen.

«Es wird keiner zwingend diese Alpharolle übernehmen müssen», sagte Bundestrainer Jürgen Graller vor dem Riesenslalom der Damen in Sölden diesen Samstag (10.00/13.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Lena Dürr, Jessica Hilzinger, Andrea Filser und Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger bilden das Quartett des Deutschen Skiverbands (DSV). Große Hoffnungen auf eine vordere Platzierung weckt keine der vier Athletinnen. Auch die 29 Jahre alte Dürr nicht, die zwar erfahren ist, sich im Slalom aber deutlich wohler fühlt als im Riesentorlauf.

«Natürlich wäre es uns in der Situation lieber gewesen, mit dem Flaggschiff Viktoria in den Weltcup zu ziehen. Ihr Rücktritt ist aber auch eine Chance für neue Gesichter», sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier der «Frankfurter Rundschau» (Samstag).

Die Favoritinnen sind deshalb andere: Weltcup-Gesamtsiegerin Federica Brignone aus Italien, Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei und die Sölden-Vorjahressiegerin Alice Robinson aus Neuseeland zum Beispiel. Die amerikanische Ausnahme-Athletin Mikaela Shiffrin fehlt beim Saisonauftakt wegen einer Rückenverletzung.

Auch Zuschauer werden am Rettenbachferner keine dabei sein. Als «sehr schade» bezeichnete Dürr das. Dennoch sei es «toll, endlich wieder Rennen fahren zu dürfen». Wohin die Reise für die deutschen Alpin-Asse diesen Winter führt, wird sich aber erst noch zeigen.

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