Der Mekong fällt auf ein kritisches Niveau

Der Mekong in Nakhon Phanom bei normalen Pegelstand. Archivbild: Jahner
Der Mekong in Nakhon Phanom bei normalen Pegelstand. Archivbild: Jahner

NAKHON PHANOM: Der Pegel des Flusses Mekong ist auf ein kritisches Niveau gefallen.

Am Dienstag war der Wasserstand mit nur 1,50 Metern niedriger als in den Vorjahren. Wegen unzureichender Niederschläge führen viele Stauseen in der Provinz nur 20 bis 30 Prozent ihrer Speicherkapazität. Und aus den Nebenflüssen fließt kaum Wasser in den Mekong. In vielen Abschnitten ragen Sandinseln aus dem Fluss, was die Navigation für Frachtschiffe und Fischerboote erschwert.

Laut Arthit Phanasoon, dem 65 Jahre alten Vorsitzenden des Umweltschutzclubs Nakhon Phanom, hat der Pegel des Mekong den niedrigsten Stand seit fast 100 Jahren erreicht. Der Bau von Dämmen in China und Laos hätten zu dem niedrigen Pegel geführt. Das Ökosystem des Flusses würde Schaden nehmen, Fische könnten ihre jährliche Wanderung flussaufwärts zum Laichen nicht beginnen.

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Wilfried Stevens 31.10.19 15:55
Lasst doch mal den blöden Klima-tärää raus...
...es gab schon immer Einflüsse vom Monsum, schon imer die Trockenzeit von etwa März-April, dann kommen natürlich die Staudämme dazu, höhere Waserbedarf für Landwirtschaft, Entwaldung und Bodendegradation...etc.
Ingo Kerp 30.10.19 14:39
Das wird u.U. noch kritisch mit der Wasserversorgung in den kommenden regenfreien Monaten, die die Hochsaison in TH sind.
Siam Fan 30.10.19 11:45
Der Bau (!) ist sicher nicht Schuld!
In Laos wird gerade ein neur Damm befüllt. Ansonsten läuft von allen Dämmen kontinuierlich Wasser für die Stromerzeugung ab. Es wird Hochwasser und Trockenheit verhindert und Stromausfälle (Dunkelflaute bei PV) in TH auch. Soweit ich weiß, kommen die Investoren in Laos aus TH. Die schöpfen auch den Gewinne ab. Aber die enormen Leitungskosten müssen die (armen) Gebührenzahler aufbringen.