Richard-Wagner-Festspiele und die dunkle Vergangenheit
BAYREUTH: Zu ihrem 150. Jubiläum setzen sich die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele mit ihrer dunklen Vergangenheit auseinander. Zum ersten Mal in der Geschichte des Opernspektakels wird an diesem Sonntag Wagners Frühwerk «Rienzi» aufgeführt (16.00 Uhr), das vielfach, wenn auch nicht eindeutig belegt, als Lieblingsoper von Adolf Hitler bezeichnet wird. Die Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka sehen das Werk in Zeiten erstarkender rechtsradikaler Positionen als «Mahnmal». Vor der Premiere am Nachmittag sollen zwei Veranstaltungen an jüdische Musikerinnen und Musiker erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Nach einem Gedenkakt (9.30 Uhr) im Festspielpark, wo eine Ausstellung Bilder dieser Musiker zeigt, wird der jüdische Publizist Michel Friedman eine Rede im Festspielhaus halten (10.30 Uhr).
Formel-1-Pilot Norris startet von ganz vorn in Budapest
BUDAPEST: Weltmeister Lando Norris startet überraschend als Favorit in das letzte Formel-1-Rennen vor der Sommerpause. Der McLaren-Pilot sicherte sich in einem packenden Finish die Pole Position für den Grand Prix von Ungarn am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) in Budapest. Einen starken Eindruck hinterließ in der Qualifikation aber auch das Ferrari-Duo Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Auf einen Sprung nach ganz vorn spekuliert WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, der das Tempo von Norris noch nicht ganz mitgehen konnte.