China und USA verlängern Handelsgespräche

Anleger schöpfen Mut

Gemäß US-Präsident Donald Trump würden die Handelsgespräche gut verlaufen. Foto: epa/Carlos Barria
Gemäß US-Präsident Donald Trump würden die Handelsgespräche gut verlaufen. Foto: epa/Carlos Barria

PEKING (dpa) - Im Handelskrieg zwischen den USA und China gibt es positive Zeichen. Die Unterhändler kommen voran. Wird die Annäherung reichen? Und wie können die USA sicher sein, dass China seine Zusagen auch einhält?

Die USA und China haben ihre Gespräche über eine Beendigung ihres Handelskrieges überraschend verlängert. Ein US-Regierungsbeamter bestätigte am Mittwoch, dass die Verhandlungen in Peking am Morgen fortgesetzt worden seien. Beide Seiten hatten eigentlich nur zwei Tage verhandeln wollen, dann aber beschlossen, die Gespräche auszuweiten. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump verkündet, die Verhandlungen liefen «sehr gut».

Die Unterhändler ringen um eine Lösung in dem seit Monaten andauernden Handelskrieg, der die Finanzmärkte beunruhigt. Der Verlauf der Gespräche in Peking hat Anlegern allerdings etwas neuen Mut gegeben. Die USA beklagen mangelnden Marktzugang, Produktpiraterie, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen in China im Rennen um die weltweite Technologieführerschaft.

Bei den Gesprächen geht es um chinesische Zugeständnisse und darum, wie sichergestellt werden kann, dass die Zusagen auch eingehalten werden. Die USA suchen nach Mechanismen um zu verhindern, dass US-Unternehmen gezwungen werden können, gegen ihren Willen Technologie zu transferieren, wenn sie in China tätig sein wollen.

Ferner geht es um zusätzliche Importe von amerikanischen Waren wie landwirtschaftliche Produkte, um das Handelsdefizit der USA mit China zu verringern. Die USA fordern auch mehr Zugang zum Dienstleistungsgeschäft in China etwa für Banken, Versicherungen oder Wertpapierhäuser.

US-Präsident Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatten sich am 1. Dezember nach dem Gipfel der großen Wirtschaftsmächte (G20) in Buenos Aires auf einen vorübergehenden «Waffenstillstand» geeinigt. Die USA setzten China eine Frist bis 1. März, um Entgegenkommen zu zeigen.

Bis dahin wird eine angekündigte weitere Erhöhung der US-Sonderabgaben auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar von derzeit 10 auf 25 Prozent ausgesetzt. Gibt es keine Einigung, droht eine Eskalation.

Es wird erwartet, dass Chinas Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, die Verhandlungen auf höherer Ebene mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer fortsetzen wird. Auch könnte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. Januar im schweizerischen Davos mit Chinas Vizepräsident Wang Qishan zusammentreffen. Der enge Vertraute von Xi Jinping gilt als Krisenmanager und Wirtschaftsexperte.

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