Bei General Motors stehen die Bänder still

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

RAYONG: Nach 27 Jahren hat General Motors (GM) die Produktion von Chevrolet-Autos eingestellt.

Rund 1.500 Beschäftigte verließen nach einem Bericht von „Daily News“ das Werk und sehen sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. GM war in Thailand einer der ersten Autobauer und produzierte Limousinen, SUVs und Pick-ups an der Ostküste in Rayong. General Motors hatte vor Monaten die Schließung seines Werks angekündigt und die auf Halde stehenden Fahrzeuge mit erheblichen Preisnachlässen verkauft. Der chinesische Autokonzern Great Wall Motors hat die Produktionsstätte erworben und wird dort seine Modelle herstellen.

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Wolfgang Traugott 05.07.20 20:07
Vieles ist eh made in Thailand
Hier in Thailand ein Auto zu verkaufen, das technisch auf dem Isuzu Dmax basiert, der bekanntlich in Thailand von Thairung produziert wird, ist halt schwierig, gegen diesen Platzhirschen. Das hat aber auch Vorteile für die Besitzer. Da im wesentlichen die gleiche Technik verbaut ist und viele Tile identisch sind, wird es auf lange Zeit genug Werkstätten geben, die das Nötige können. Außerdem verwendet Thairung die Chevrolet Motoren für deren neuen Thairung Transformer 2 (der jetzt allerdings auf dem Toyota basiert. Thairung kennt zwar keiner als Marke, die sinnd aber mit all den Kooperationen einer der größten Autoproduzenten weltweit. Ersatzteile sollten verfügbar sein und bleiben.
Thomas Thoenes 03.07.20 12:52
Ich Kauf mir glaub ich 2.
Einen als Ersatzteillager. 555
Ouy Waczack 02.07.20 14:45
Herr Kowalski keine Panik GM hat für die nächsten 10 Jahre noch reichlich Ersatzteile hier in Thailand, das war nämlich der Deal zwischen GM und Great Motors.
Ingo Kerp 02.07.20 13:37
Nachdem es GM nicht mehr in TH gibt, dürfte der einzige Vorteil der letzten Käufer gewesen sein, das sie ein Auto zum halben Preis gekauft haben. Wer will so ein Gebrauchtfahrzeug nach ein par Jahren kaufen, wenn es u.U. keinen Service mehr gibt. Von Great Wall gibt es bisher keine Garantie, das sie die GM-Verpflichtungen übernehmen werden.
Dieter Kowalski 02.07.20 09:26
Kein Renomee für GM der Konkurenz das Feld kampflos zu überlassen - und das bevor Corona überhaupt ein Thema war. Alles zum Wohle der Aktionäre. Übrig bleiben, wieder einmal, die Kunden. Woher bekommt man hier Ersatzteile und Service nach den garantierten 3 Jahren? Wer würde mit diesem Wissen einen gebrauchten Chevrolet kaufen? Genau die gleichen Probleme wie nach deren Rückzug aus Europa. Eines ist jedenfalls klar, einmal aus einem Markt draussen, wird ein Wiedereinstieg kaum ohne Milliardeninvestitionen und Lockangebote möglich sein. Wie schafft das der direkte Konkurrent Ford ?