Anschlagsreihe überschattet den tiefen Süden

Foto: The Nation
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PATTANI/YALA: Mindestens 11 Brandstiftungen und kleinere Bombenanschläge wurden am Dienstagabend in den muslimisch geprägten Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat im tiefen Süden des Landes an der Grenze zu Malaysia gemeldet. Bisher gab es keine Berichte über Verletzte oder Tote.

Nachdem die Provinzen im tiefen Süden des Landes von einer Reihe von Anschlägen heimgesucht wurden; schlossen alle Minimarkt-Filialen wie 7-Eleven in Yala und Pattani ihre Geschäfte.

Örtliche Beamte erklärten am Mittwoch der Presse, sie gingen davon aus, dass die Anschläge von Aufständischen verübt worden seien. Sie untersuchen derzeit andere Gebiete in den drei Provinzen auf mögliche weitere ähnliche Vorfälle.

Foto: The Nation
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Ein Überblick zu den 11 Anschlägen am Dienstag:

Pattani:

1. Brandstiftung an der Bangchak-Tankstelle im Bezirk Nong Jik

2. Brandstiftung in einer Filiale von Mini Big C im Bezirk Thung Yang Daeng

Yala:

1. Eine kleine Explosion in einer 7-Eleven-Filiale in einer PTT-Tankstelle im Bezirk Yaha. Die Explosion verursachte ein kleines Feuer.

2. Brandstiftung in einer Filiale von Mini Big C im Bezirk Raman.

3. Kleiner Bombenanschlag in einem 7-Eleven-Geschäft im Bezirk Bannang Sata. Die Explosion verursachte ein kleines Feuer.

4. Kleiner Bombenanschlag in einer 7-Eleven-Filiale im Bezirk Mueang. Die Explosion verursachte ein kleines Feuer.

Narathiwat:

1. Brandstiftung in einer 7-Eleven-Filiale im Bezirk Cho-Airong.

2. Brandstiftung in einem Mini-Big-C-Laden im Bezirk Cho-Airong.

3. Brandstiftung in einem 7-Eleven-Geschäft in der PTT-Tankstelle an der Petchkasem Road 42 im Bezirk Bacho.

4. Brandstiftung im 7-Eleven in der PTT-Tankstelle im Bezirk Si Sakhon

5. Brandstiftung im 7-Eleven in der PTT-Tankstelle (Zweigstelle Pasemat) im Bezirk Su-ngai Kolok.

Die meisten Brände wurden schnell gelöscht, wodurch verhindert wurde, dass die Flammen auf andere Gebäude übergriffen, unter Ausnahme des Brandes an der Bangchak-Tankstelle in Pattani, bei dem die Feuerwehr etwa zwei Stunden brauchte, um ihn unter Kontrolle zu bringen, nachdem die Flammen auf Zapfsäulen, einen Tankwagen und einen in der Nähe geparkten Sattelzug übergegriffen hatte.

Zeugen berichteten, dass eine Gruppe von Personen mit Hidschabs nachts auf Motorrädern in die Tankstelle gefahren sei und alle Angestellten aufgefordert habe, das Gelände zu verlassen, und ihnen gedroht habe, sie hätten Bomben. Die Motorradfahrer fuhren dann einen Tankwagen in die Nähe der Zapfsäulen, bevor sie das Fahrzeug mit Benzin besprühten. Kurz darauf war eine Explosion zu hören und Flammen breiteten sich im Tankbereich aus.

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Martin Pohl 18.08.22 20:50
Hat jemand zufällig aktuelle Fotos von den Supermärkten gesehen? Ausgebrannt bis zum geht nicht mehr.
Ein Bild der Zerstörung ala UA. Nur das es hier keine RUS waren.
Fairerweise hat der Mann mit dem Hijjab die Leute noch aufgefordert den Laden zu verlassen, wenn sie am Leben bleiben wollen, bevor er schwarze Tasche auf dem Tresen platzierte.
bert brecht 17.08.22 18:04
Glaubensbruder
Bedauerlich, daß der Premier als muslemischer Glaubensbruder die Islamisten nicht vom "Sanften Weg" überzeugen kann
OTTO ULLMANN 17.08.22 13:39
Hidschabs
Die wohl bekannteste Variante ist die Verhüllung und Abschirmung der Frau durch ein Kopftuch. Deshalb wird unter Hidschāb häufig ein meist speziell geschneidertes, kapuzenartiges Kopftuch verstanden, das geeignet ist, Haare, Hals, Schulter- und Brustbereich mehr oder weniger ganz zu bedecken, aber das Gesicht frei zu lassen, in der Regel in Kombination mit einem lose fallenden Kleid (Abaya)
Die Tankstellen werden meist von Videokameras überwacht, man wird sicher einen der Attentäter finden.
Ingo Kerp 17.08.22 13:30
Eines hat die Zeit der Gewalttaten im Süden TH's gezeigt: die Regierung hat keine Fortschritte zur Beruhigung erzielt. Vielleicht sollte sie sich die Biografie des Präfekten Cesare Mori einmal durchlesen, der in den frühen 1920iger Jahren die Mafia in Sizilien besiegt hat. Das der Sieg nicht von langer Dauer war, lag nicht an Mori.