Anerkennung nationaler Führerscheine

Bisher dürfen thailändische Staatsbürger bei einem Urlaub in Deutschland oder der Schweiz ein Auto nur mit einem internationalen Führerschein lenken. Foto: arrowsmith2 / Adobe Stock
Bisher dürfen thailändische Staatsbürger bei einem Urlaub in Deutschland oder der Schweiz ein Auto nur mit einem internationalen Führerschein lenken. Foto: arrowsmith2 / Adobe Stock

THAILAND: Das thailändische Kabinett bereitet bilaterale Gespräche mit Deutschland und der Schweiz vor, um Autofahrern der drei Länder zu ermöglichen, bei Auslandsreisen mit ihrem einheimischen Führerschein ein Fahrzeug zu lenken.

In der „Bangkok Post“ bestätigte die stellvertretende Regierungssprecherin Traisulee Traisoranakul, dass der „Rahmen für das Gespräch bereits grünes Licht erhalten habe“. Zu den Bedingungen für die Gespräche zähle gemäß Khun Traisulee, dass inländische Führerscheine von den staatlichen Stellen anerkannt und nur vorübergehend während kurzer Aufenthalte verwendet werden dürfen.

Gegenwärtig müssen Thailänder, die im Ausland Autofahren möchten, einen internationalen Führerschein für 500 Baht beantragen. Die Regierung erwartet, dass die Anerkennung des Führerscheins des Heimatlandes sowohl thailändischen als auch deutschen und Schweizer Touristen das Reisen erleichtern würde. 

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Paul 16.01.20 21:25
Thais bekommen ihren Führersschein gegen Bargeld
Als meine Frau vor einigen Jahren in Pattaya einen Führerschein machen wollte, suchte sie sich einen Fahrlehrer. Der erklärte ihr, der Führerschein koste ohne Fahrstunden 2000 Baht. Sie erklärte ihm, dass Fahrstunden machen wolle, um es richtig zu lernen. Dann würde es 4000 Baht kosten ließ er ihr wissen.

MIt anderen Worten: Vermutlich haben Millionen von Thais ihren Führerschein auf ähnliche Art, gegen Zahlung der Gebühr und ohne Fahrstunden etc. erhalten. Jedenfalls ging das vor einigen Jahren noch. Ob sich das in den letzten Jahren grundlegend geändert hat, weiß ich nicht, ich vermute jedoch, dass es überall in Thailand nette Menschen gibt, die einem gegen eine kleine Gebühr weiterhin den Führerschein besorgen. Das getht ja mit den Visa und Aufenthaltserlaubnissen und vielen anderen Dingen in Thailand auch.

Und diese Thais sollen jetzt in Deutschland mit einem Internationalen Führerschein die Straßen unsicher machen dürfen? Das wäre ja eine Dreistigkeit und Unverschämtheit. Links und rechts überholen, in Thailand egal, mit 80 auf der äußersten linken Spur fahren, egal usw. Wir Deutschen müssen in Thailand einen Thai-Führerschein machen und die Thais wollen ohne Überprüfung ihrer Fahrkünste in Deutschland fahren dürfen? Niemals! Denn unser Intern. Führerschein wird von der Thai-Polizei ja nicht mehr anerkannt. Jedenfalls in den letzten zwei Jahren war das so.
Rüdiger 14.01.20 06:09
Aber Herr Ritter,
es weiß doch ein jeder hier was DACH bedeutet! Aber Text lesen bedeutet Wissen: Bilaterale Gespräche zwischen Thailand - Deutschland - Schweiz. Österreich ist laut Text nicht dabei, was alle beklagen.
Rüdiger 13.01.20 05:38
Einfach mal vorher
beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) nachschauen (für D), bevor hier weiter falsche Infos verbreitet werden.
Vielleicht kommen bei den Gesprächen ja noch andere Themen auf den Tisch.
Hermann Hunn 13.01.20 05:36
Thailänder dürfen ...
... in der Schweiz gemäss StVG (sogar ohne internationalen Führerschein) mit einem gültigen „Thai-Permit" für die Dauer eines Jahres ein Fahrzeug führen. Da die Haftpflicht (und eventuell Kasko-) an den Versicherungsnehmer angebunden ist, lohnt sich ein Blick auf besagte Versicherungsbedingungen, da dort im Falle eines Unfalles unliebsame Ausnahmen aufgelistet sein könnten. Juristisch unterscheidet man FZ-Besitzer, FZ-Führer, FZ-Versicherungsnehmer, die jeweils nicht identisch sein müssen. Strafbefehle und Gebühren werden durch das kantonale StV-Amt an die dort registrierte Person/Firma ausgestellt (Kontrollschild > Versicherungsnehmer), welche allenfalls den Fahrer benennen muss.
Alfred Steingruber 13.01.20 02:59
Und Österreich ?
Werden thailändische Touristen, die in Österreich ein Auto lenken wollen, diskriminiert ?