Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Mittwoch

Foto: Pixabay
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Mehr Fluggäste bei Ryanair - aber deutlich weniger als vor Corona

DUBLIN: Im Juli sind wieder deutlich mehr Menschen in die Maschinen des Billigfliegers Ryanair gestiegen - aber noch immer deutlich weniger als vor der Pandemie. Im vergangenen Monat flogen 9,3 Millionen Menschen mit der Airline, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresmonat (4,4 Millionen), aber deutlich weniger als im Juli 2019. Damals flogen in dem Sommermonat 14,8 Millionen Menschen mit Ryanair.

Aktuell sind die Infektionszahlen in vielen Urlaubsländern durch die Ausbreitung der Delta-Variante zwar wieder hoch oder steigen an. Allerdings gibt es vielerorts mittlerweile Reiseerleichterungen für Geimpfte oder Genesene.


Handgranaten-Skulptur im Reisekoffer löst Alarm aus

FRANKFURT: Eine harmlose Handgranaten-Skulptur in einem Reisekoffer auf dem Weg in die USA hat am Flughafen Frankfurt ein Entschärfungsteam auf den Plan gerufen. Für die Maschine des Kofferbesitzers erging zunächst ein Startverbot. Wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, entdeckte ein Mitarbeiter der Gepäckabfertigung am Dienstag beim Röntgen die vermeintliche Handgranate.

Bundespolizisten sperrten den Ort weiträumig ab. Die Maschine, die bereits auf der Rollbahn stand, konnte erst mit knapp eineinhalb Stunden Verspätung in Richtung Washington starten - zunächst ohne den Koffer. Der Entschärfungsdienst der Bundespolizei habe schnell Entwarnung geben können, hieß es. Die vermeintliche Handgranate sei kunstvoll in einer Skulptur verbaut und zu diesem Zwecke zuvor unbrauchbar gemacht worden, hieß es.

Es sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr von ihr ausggegangen, teilte die Bundespolizei mit. Der Besitzer des Koffers, ein 56-jähriger US-Amerikaner, habe nichtsahnend an Bord der Maschine gesessen. Sein Gepäck werde ihm etwas später in die USA folgen.


Schulze kündigt Förderung für «grüne» Kraftstoffe an

BERLIN: Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will «grünen» Kraftstoffen mit einem Förderprogramm zum Durchbruch verhelfen. «Die entsprechende Förderrichtlinie wird derzeit noch mit Hochdruck erarbeitet», sagte sie am Mittwoch bei einer Konferenz über den Einsatz so genannter PtL-Kraftstoffe im Luft- und Seeverkehr. «Klar ist, dass der Verkehrsbereich einen größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten muss, so auch der Luft- und der Seeverkehr. «Power-to-Liquid- Kraftstoffe sind dafür ein ganz zentraler Baustein», sagte Schulze.

Solche Kraftstoffe, beispielsweise «grünes» Kerosin oder Methanol, werden mit Strom aus erneuerbaren Energien produziert. Bei der Verbrennung solcher Kraftstoffe wird Kohlendioxid freigesetzt, das zuvor während der Herstellung chemisch gebunden wurde. «Wie das technisch funktioniert, das ist bekannt», sagte Schulze. «Die Herausforderung ist jetzt, die Technologie in industrielle Maßstäbe zu übersetzen.» Sowohl die Schifffahrt als auch der Luftverkehr sind bislang fast vollständig von fossilen Kraftstoffen abhängig, weil klimaneutrale Alternativen weder im großen Maßstab marktreif noch in ausreichenden Mengen verfügbar sind.

Politischen Gegenwind für die Entwicklung solcher Kraftstoffe sieht die Ministerin nirgends. «Aber der industrielle Hochlauf findet nicht so statt, wie wir uns den eigentlich wünschen.» Eine Erklärung dafür sei, dass herkömmliche Treibstoffe wie Kerosin im Moment noch relativ günstig und die Alternativen in der Herstellung derzeit noch deutlich teurer seien. Außerdem schreite der Ausbau der Erneuerbaren Energien noch nicht so voran, «wie wir das brauchen, um wirklich nachhaltige, also grüne Kraftstoffe herzustellen».


IATA-Jahresstatistik zeigt verheerenden Luftverkehrseinbruch 2020

GENF/MONTREAL: Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat in seinem Jahrbuch 2020 die verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Luftfahrt dokumentiert. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr nur 1,8 Milliarden Passagiere im Linienflugverkehr, 60,2 Prozent weniger als im Jahr davor. Es war der größte Einbruch seit Beginn der systematischen Zählung der Passagierkilometer etwa 1950, wie aus dem statistischen Jahrbuch 2020 hervorgeht, das die IATA am Dienstag (Ortszeit) in Montreal in Kanada veröffentlichte.

Die Umsätze im Passagiergeschäft gingen im vergangenen Jahr um 69 Prozent auf 189 Milliarden Dollar (rund 160 Mrd Euro) zurück. Die Nettoverluste betrugen 126,4 Milliarden Dollar. Eine Million Arbeitsplätze seien in der Industrie verloren gegangen. Im April 2020 seien wegen der Schließung zahlreicher Grenzen 66 Prozent der kommerziellen Flugzeuge nicht im Flugbetrieb gewesen.

In Europa flogen nach diesen Angaben im vergangenen Jahr noch 389,9 Millionen Menschen, 67,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Auf internationalen Strecken waren die Deutschen unter allen Passagieren die drittgrößte Gruppe (30,8 Millionen), nach US-Bürgern (45,7 Millionen) und Briten (40,8 Millionen). Das Frachtgeschäft sank weltweit nur um 21,4 Prozent.

Mitglieder des Verbandes sind etwa 290 Fluggesellschaften, die nach Angaben der IATA zusammen 82 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abdecken.

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