Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Freitag

Sicht auf das Airbus-Logo. Foto: epa/Guillaume Horcajuelo
Sicht auf das Airbus-Logo. Foto: epa/Guillaume Horcajuelo

Airbus liefert 2020 fast 570 Jets - Mehr Aufträge als Stornierungen

TOULOUSE: Der Luftfahrtkonzern Airbus hat im abgelaufenen Jahr trotz der Corona-Krise mehr Flugzeug-Bestellungen hereingeholt als Stornierungen kassiert. Netto wuchs der Auftragsbestand auf Jahressicht um 268 Maschinen, wie das europäische Unternehmen am Freitagabend in Toulouse mitteilte. Dank eines Schlussspurts gelang es Airbus, im Gesamtjahr 566 Jets auszuliefern. Von ursprünglich für das Gesamtjahr angepeilten 880 Auslieferungen blieb Airbus aber wegen der Pandemie und ihrer Folgen wie erwartet weit entfernt.

Dennoch verteidigte der Konzern seine Position als größter Flugzeugbauer der Welt. Der US-Rivale Boeing hatte die Spitzenposition wegen des Start- und Auslieferungsverbots für seinen wichtigsten Flugzeugtyp 737 Max im Jahr 2019 an Airbus verloren. Die Europäer hatten in dem Jahr 863 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert.


Ein Jahr nach Flugzeugabschuss im Iran: Trudeau trauert um Tote

OTTAWA: Ein Jahr nach dem Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs im Iran hat der kanadische Premier Justin Trudeau den 176 Opfern der Katastrophe gedacht. Unter ihnen waren auch 55 Kanadier. «Luftverkehrskatastrophen haben zu vielen Kanadiern das Leben gekostet und zu viele Familien in unserem Land ohne Angehörige zurückgelassen», teilte Trudeau am Freitag, dem ersten Nationalen Gedenktag für Opfer von Luftkatastrophen, mit.

Das ukrainische Flugzeug war am 8. Januar 2020 inmitten der militärischen Konfrontation des Irans mit den USA nach iranischen Angaben irrtümlich abgeschossen worden. Alle 176 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben - darunter neben Kanadiern auch Ukrainer, Afghanen, Briten, Schweden und Iraner. Die iranische Führung sprach zunächst von einem technischen Defekt, gab den Abschuss dann aber unter immensem internationalen Druck zu. Präsident Hassan Ruhani versprach schließlich eine gründliche und lückenlose Aufklärung.


Athen verlängert Quarantäne für Reisende aus dem Ausland

ATHEN: Reisende nach Griechenland müssen sich künftig nach ihrer Ankunft für sieben Tage in Quarantäne begeben. Dies gilt auch für Bürger aus EU-Staaten. Bislang galt eine dreitägige Quarantänepflicht. Die neue Maßnahme werde noch am Freitag um Mitternacht in Kraft treten und zunächst bis zum 21. Januar gelten, teilte die Behörde für Zivile Luftfahrt in Athen mit.

Griechenland mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern war bis Ende Oktober nicht so stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die zweite Welle aber traf das Land heftig. Die Corona-Fälle schnellten in die Höhe, das Gesundheitssystem geriet an seine Grenzen. Nach offiziellen Zahlen starben bislang knapp 5150 Menschen an oder mit dem Virus. Das Land befindet sich seit Anfang November in einem Lockdown, der nur über die Weihnachtsfeiertage leicht gelockert wurde. Daraufhin waren die Fallzahlen sofort wieder gestiegen.


Weiter keine Flüge aus Südafrika und Großbritannien in Österreich

WIEN: Österreich will angesichts des mutierten Coronavirus das Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien und Südafrika verlängern. Die bisherigen Maßnahmen galten zunächst bis zum 10. Januar und sollen nun um weitere zwei Wochen ausgeweitet werden, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Freitag in Wien ankündigte. «Es geht darum, die Ausbreitung möglichst lange hinauszögern», so Anschober.

Es soll zudem künftig deutlich mehr Tests zur Erkennung der Corona-Mutationen, sogenannte Sequenzierungen, geben. Dazu wollen Experten auch regelmäßig die Kläranlagen im ganzen Land untersuchen. Britische und südafrikanische Virusmutationen sind nach Probenentnahmen am Flughafen Wien bereits in Österreich nachgewiesen worden.

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