93 Menschen im Winter in österreichischen Alpen gestorben

Foto: epa/Daniel Kopatsch
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INNSBRUCK (dpa) - In den österreichischen Alpen sind in dem jetzt zu Ende gegangenen Winter weniger Menschen verunglückt als im Vorjahr. Wie das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit am Dienstag in Innsbruck mitteilte, kamen zwischen dem 1. November und dem 24. März 93 Leute ums Leben. Im Vorjahreszeitraum waren es 102, im Mittel der vergangenen zehn Jahre 109. Die meisten Toten - 28 Opfer - waren in Tirol zu beklagen.

Bei Lawinenabgängen starben zwischen November und März 19 Menschen. Der schwerste Vorfall ereignete sich dabei Mitte Januar in Vorarlberg: Vier deutsche Skifahrer kamen bei einem Lawinenabgang auf einer gesperrten Route bei Lech ums Leben. Ebenfalls 19 Menschen starben bei Zwischenfällen wie Stürzen, Kollisionen oder gesundheitlichen Notfällen im organisierten Skiraum.

Insgesamt waren laut dem Kuratorium im vergangenen Winter 6452 Wintersportler in Unfälle verwickelt - acht Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Unfälle (4021) ging um acht Prozent zurück. Etwa 36 Prozent der Verunglückten auf Österreichs Skipisten kamen aus Deutschland, rund 24 Prozent aus Österreich. «Auch wenn die Unfallzahlen im alpinen Bereich rückläufig sind, jeder Alpintote ist einer zu viel», heißt es in dem Bericht.

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