Nur Chaweng boomt! Tristesse anderswo

Foto: Gruber
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KOH SAMUI: Spricht man von Koh Samui, meint man im Touristikjahr 2017 Chaweng. Der größte, pulsierende Badeort mit der sechs Kilometer langen Hotel- und Vergnügungsmeile, ist das Maß aller Dinge auf der Insel.

Eine alteingesessene Betreiberin eines Cocktailstandes in Lamai beklagte sich Anfang Oktober auf ihrer Facebookseite: „Das sieht hier aus wie auf einem Friedhof…“ Die Samuianerin hat selten eine so stille Nachsaison erlebt wie diesen September und Oktober. Chaweng mit seinem internationalen und jüngeren Publikum kennt solche Sorgen weniger. Bis in den Oktober hinein waren nachts an der Beachroad Menschenscharen unterwegs, in den zentralen Lagen und In-Lokalen gab’s keine echte Flaute. Maenam, Bophut, Lamai? Nur zur traditionellen Walking Street gut besucht, ansonsten außer Spesen kaum Einnahmen gewesen. Die Monate bis zur Hochsaison ab Mitte Dezember können sehr lang werden.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 16.10.17 18:33
Herr Boehmer, ich könnte Ihre Schilderung komplett
übernehmen und nur noch Patong darüber schreiben. Glücklicherweise habe ich einen herrlichen Blick über den Andamanensee und verkneife mir die Ansicht auf die zugemüllte Stadt mit all dem Drum herum, was Sie so ausführlich beschrieben haben. Stammgäste, wie in der Vergangenheit, wird es hier auch nicht mehr geben. Jede freie Fläche wurde zu gebaut, die Straßen sind geblieben, so dass der Verkehr chaotisch ist.
Rudhart Boehmer 16.10.17 15:53
Samui tristesse Teil 2
Da hoert es sich schon etwas bitter an, wenn die Ministerin für Tourismus und Sport,FrauKobkarn Wattanavrangkul sagt, dass es deutlich mehr Touristen und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gibt.Ja, es sieht vielleicht nicht aus wie auf dem Friedhof aber...... an den meisten Orten sieht es aus wie leergefegt von interessierten Ferienreisenden und so bleiben..speziell die kleinen Geschaefte auf der Strecke und fuer den Touristen bleibt nur noch ein fuer Thailandunuebliches Geschehen mit sagenhaftem Autoverkehr, meist burmesisch sprechenden Personal brandname orientierten Laeden oder Walkingstreets und damit verbunden auch die Unlust wiederzukommen. WEN MOECHTE MAN EIGENTLICH NOCH WILLKOMMEN HEISSEN ? Das "Land of Smile" sollte wieder zurueckkehren und damit das negative"Exiting Thailand" vergessen machen.
Rudhart Boehmer 16.10.17 15:51
Samui tristesse Teil 1
Tristesse auf Koh Samui...Es war einmal......eine tolle Insel, die sich mit Thailand identifizieren konnte. So wirklich uneuropaeisch, freundlich in Person und Preis........Nunmehr in weiten Teilen touristisch (mallorca aehnlich) und teuer. Die Weiterentwicklung vom backpacker und Individualreisenden zum Pauschalreisenden und "5star" Urlauber ist nicht aufzuhalten....... Nur: man hat einfach nicht dafuer gesorgt, dass es nicht von allem zuviel gibt. Hotels, Resorts.......Taxen.....Restaurants.....Supermaerkte....Geschaefte und Boutiquen !! Die Infrastruktur ist diesem Groessenordnung in keinster Weise gewachsen und das hat dazu gefuehrt: Hotels und Resorts sind miserabel in der Auslastung. Taxen gibt es zu viele und deshalb stimmen die Preise nicht mehr. Restaurants sind schlecht bis gar nicht besucht. Supermaerkte...Lotus, Big C, Makro lassen die einheimischen Maerkte veroeden.Geschaefte schliessen nach und nach und werden von "Walkingstreets"ersetzt, lassen den Verkehr zusammenbrechen und bieten keinerlei Sicherheit (z.B.: Rettungsund Feuerwehrautos) Schlagzeilen ueber Thailand, und speziell Koh Samui (Kriminalitaet , toedliche Quallen, Verkehrstote, Umweltprobleme) erzeugen ein unerhoert grosses Negativimage .Nach dem Verbot fuer die Getraenke und Imbissverkaeufer am Strand folgten Einschraenkungen ... Sonnenschirm und Liegestuhl und auch noch ein Rauchverbot........
Jürgen Franke 14.10.17 21:51
Möglicherweise liegt es in diesem Jahr auch
etwas an dem Wetter. An den Preisen sicherlich nicht, da über all Sonderangebote für die Qualitätstouristen zu haben sind.
Heinz Jörg bmw-winki@web.de 14.10.17 21:25
Etwas ist schon dran, ...
an dem was Ulrich Kündig schreibt. Die dominierende Airline "Bangkok Airways" lang ganz schön zu und spielt ihre quasi Alleinherrschaft kräfig aus. Wenn ich zurück denke, so habe ich in Bophut für einen ganz einfachen Bungalow mit Aircon 1992 und 1993 200 THB bezahlt, ich schwöre! Von 1994 bis 1998 in Chaweng im "Royal Beach", auch mit Aircon, erst 800 THB und dann als Stammgast 600 THB bezahlt. Die Anlage stand direkt am Strand und ist seit einigen Jahren komplett umgebaut und erweitert. Den jetzigen Preis schreibe ich hier lieber nicht. Man konnte mal mit dem Sammeltaxi für 30 THB auf der Ringstraße von einem Ende der Insel zum anderen Ende fahren. Wenn ich damals mit der Fähre von einem Tripp aus Suratthani am Pier in Nathon ankam, bin ich für 200 THB mit einem Sammeltaxi alleine bis Banrak gefahren. Der Fahrer machte hinten die Planke hoch und ab ging die Post. Mir ist natürlich schon klar, die 90iger kann man mit heute nicht vergleichen. Aber trotzdem mit etwas Zurückhaltung bei den Preisen könnte man auch noch gut leben, es ist viel Nepp dabei. An den Bars besonders, aber da muss man ja nicht hingehen.