Nach Safari-Unfall: Düsseldorfer klagen

Foto: Privat
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KOH SAMUI: Der tragische Tod der Düsseldorfer Urlauberin Alice Gehlen (27) beim Namuang Safari Park vom 5. August (DER FARANG berichtete) wird sehr wahrscheinlich ein gerichtliches Nachspiel haben.

Die Familie des Unfall­opfers will den Veranstalter „Samui Offroad Tours“ wegen fahrlässiger Tötung und unautorisierter Personenbeförderung verklagen. Der Vater von Alice Gehlen hat ein Düsseldorfer Anwaltsbüro mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt – dieses nimmt derzeit mit einer namhaften Kanzlei in Bangkok Kontakt auf, um das weitere juristische Vorgehen zu beratschlagen. Alice und ihre Cousine (25) waren (wir berichteten ausführlich) am Vormittag des 5. August von Tourführern des Samui Unternehmens am Namuang Wasserfall dazu überredet worden, für ein Entgelt von 100 Baht die steile Auffahrt zum Wasserplateau mitzumachen. Als der Fahrer wegen eines angeblichen technischen Defektes an einem steilen Abschnitt stoppte, rollte das Allradfahrzeug rückwärts und überschlug sich. Alice Gehlen wurde unter dem Pickup erdrückt und sieben weitere Fahrgäste verletzt.

Thailands angesehene englischsprachige Zeitung „Bangkok Post“ griff den Todesfall auf und berichtete auf einer Sonderseite über die ihren Recherchen nach „untragbaren Sicherheitszustände bei Safari-Touren auf Koh Samui“. Die Autoren prangerten das zu hohe Risiko für Teilnehmer an und die Tatsache, dass die umgebauten Fahrzeuge aller vier Tourunternehmen auf Koh Samui keine technische Abnahme der Thailändischen Straßenverkehrsbehörde besitzen. Im Bild die Todesanzeige für Alice Gehlen, die ihre Familie nach dem Unfalltod auf Koh Samui in der Heimat schaltete – die junge Deutsche ist nach Düsseldorf überführt und dort beigesetzt worden.

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