Man muss Pattaya nicht umbauen

Eine Zuschrift zum Artikel Facettenreichtum als Joker“ (FA11/2017):

Ich lese, dass man sich nun in die große Reihe der Urlausorte einreihen will, die Familienurlauber anziehen. Ein sehr lobenswertes Vorhaben, das wohl sicher auf lange Sicht auch umsetzbar erscheint. Ich gebe zu bedenken, dass ein Familienvater sehr lange braucht, um hier mit seiner Familie Urlaub zu machen. Pattaya hat einen Ruf, der sicher nicht jedem gefällt, aber hierher kommen die Gäste nicht nur einmal im Jahr, manche bleiben hier und geben ihre Rente in Thailand aus. Sie kaufen Häuser sowie Autos und schicken sogar oft schon vorher jeden Monat Geld zu ihrer netten Urlaubsbekanntschaft nach Thailand.

Es gibt doch so viele schöne Orte im Land, die für Familien sicher einiges zu bieten haben, da muss doch nicht Pattaya erst umgebaut werden. Die Touristenmetropole ist gerade wegen ihrer Offenheit zu einem berühmten Ort geworden und sicher hat sich das nicht negativ auf die Finanzen des Landes und der hier lebenden Menschen ausgewirkt. Keiner ist gezwungen, hier nach Pattaya zu kommen, dafür bietet ganz Thailand genug schöne Orte für jeden Geschmack.

Pattaya ist in seiner Art auf der ganzen Welt ohne wirkliche Konkurrenz. Das Flair, die Menschen und die allgemeine Ordnung, die hier vorherrscht, sind beispiellos. Man sollte wertschätzen, was sich seit so vielen Jahren für die Menschen hier bewährt hat. Das ist nur die Meinung eines Gastes dieses Landes.

Reiner Nießen, Pattaya

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Leserkommentare

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TheO Swisshai 11.07.17 15:20
Wo wird die rote Linie gezogen ?
Wo wird die rote Linie gezogen ? Und wer entscheidet darüber ? Die rote Linie zeigt den Toleranzwert zum Gesetz. Sieh ist die flexible Bandbreite zwischen geduldeten und geahndeten Gesetzesverletzungen. Wobei ihre Flexibilität vor allem von der Geldmenge abhängig ist, aber auch die Moral der Bevölkerung eine Rolle spielt. Gezogen wird die rote Linie immer in Fall zu Fall, von den jeweilig ranghöchsten involvierten Polizeibeamten. So ist es natürlich schwer voraus zu sehen, wo sie verlaufen wird. Jeder hat da so seine anderen Ansichten und Wünsche !
Klaus Huber, München 11.07.17 03:03
Danke
für den Artikel und den Leserbrief. Das schlechte Image? Ist zumindest in Deutschland wohl auf Fernsehreportagen aus den frühen 2000er Jahren zurückzuführen die immer wieder wiederholt werden. Gibt es das auch in anderen Ländern? Geschickt Motive gesucht, geschickt geschnitten und kommentiert und immer wieder "van gestern". Man kann das nicht verbieten. Ich hab bis 2017 Thailand und Pattaya (überwiegend) nur über solche Berichte kennengelernt. Danach - es ist wohl sehr vieles anders als man denkt. Mir kommt es so vor als würde heute nur ein trauriger Rest des Pattayas aus den alten Reportagen existieren. Aber sogar ich als Späteinsteiger hab während meiner Besuche gemerkt wie sich die Stadt verändert hat. Verbieten - bringt meiner Meinung nach gar nichts, ist der Ruf erst mal ramponiert lebt es sich recht ungeniert, darauf sollte man bauen. Nicht Essen auf Rädern in den Nebenstraßen der Walking Street verbieten. Tote Asphalt Brache wo früher Leben war. Schöne Grüße vom Barrier Reef - dort heißt es Korallen Bleiche. Warum sollen Kneipen erst um 18:00 aufmachen, Hotelzimmer sind öde und auch viele neue ändern daran nichts. Frühere Sperrstunde produziert nur noch mehr öde Stunden im Hotelzimmer ( vielleicht ist aber gerade das beabsichtigt). Sitzt man in einer Bar in der Walkingstreet kann man sich wenigstens die Langeweile mit Fähnchenzählen vertreiben. Jedes Fähnchen ein Bus. Und die stehen dann in der Beach Road oder Second Road und heizen die Umwelt so richtig auf ...
Joerg Obermeier 10.07.17 12:44
Muss nicht, aber..
..man will es ja unbedingt. Aber egal ob das ein paar Farangs für richtig oder falsch halten, man versucht es eben mit aller Gewalt. Mir ist es ja auch ein Rätsel warum ausgerechnet an einem völlig verseuchten Meeresabschnitt partout Kinder und Familien zum Baden locken will. Aber was soll's? Deppertes gibt's eben überall. G20 Gipfel neben dem Schanzenviertel, nur mal so als Beispiel...
Norbert Kurt Leupi 09.07.17 17:42
Pattaya nicht umbauen
Geehrter Herr Reiner Niessen . Alles richtig und auf den Punkt gebracht , besonders , keiner ist gezwungen nach Pattaya zu kommen ! Das gilt besonders für " Moral-Apostel, Stündeler und sonstige Abgehängte " ! Soviele Köpfe , soviele Ansichten ?
Wolf yahoo.de 09.07.17 16:04
Bravo!
Jetzt das ganze noch in Thai übersetzen und mindestens 500 Mal kopieren und an alle vom Militär / Regierung / Pattaya City-Hall u.s.w. schicken welche was zu sagen haben. Ob's was bringt, k. A.