Anstand und Würde gegenüber anderen

Eine Antwort auf den Leserbrief von Herrn Fred Suban „Lieber etwas mehr hinterfragen“ (FA23/2016):

Geehrter Herr Suban, wie nicht anders zu erwarten war, provozierte die Kolumne „Lobe den Herren“ aus der Reihe „Mit spitzer Feder“ regelrecht zu Pro- und Kontra-Argumenten. Die Stellungnahme von Ihnen, Herr Suban, provoziert aber auch Reaktionen und ich hoffe, die FARANG-Redaktion zieht dieses Thema nun langsam aus den Schlagzeilen. Aber Ihnen sollte abschließend noch mit auf den Weg gegeben werden: Kolumnen sind dazu da, eigene persönliche Meinungen zu Papier zu bringen. Herr Ce-eff Krüger schrieb über den, seiner Meinung nach, miserablen Zustand der Weltgemeinschaft. Persönlich bin ich auch nicht in allen Punkten einig mit ihm, aber das Gesagte war wohl total konträr zu Ihrer Überzeugung. Das ist nicht verwerflich, sondern es ist ganz legitim Gegenargumente zu artikulieren. Dieses Thema ist jedoch vielschichtig und die Gemengelage zu überwältigend, um einen Konsens zu finden. Aber halten wir fest, es ging noch nie so vielen Leuten besser als in unserer Zeit. Leider ist auch das Gegenteil der Fall, es geht zu vielen Leuten auch immer noch schlecht. Wir Europäer haben niemals zuvor friedvoller gelebt unter den Völkern als heutzutage. Akute Pessimisten mögen das als nicht genug beurteilen, mir reicht es allemal. Anderer Meinung zu sein ist aber per se nicht abzutun als purer Unsinn. Deshalb finde ich, es ist ein mieser Stil, genau das vorzuwerfen. Da fehlt Anstand und Würde gegenüber dem Anderen und genau das vermisse ich in Ihrem Leserbrief. Lieber Herr Buchautor Suban, Sie behaupten, Herr Krüger hätte sein Hirn nicht benutzt und emotionslos seine Zeilen geschrieben, wobei Sie unterschwellig zwischen den Zeilen zum Ausdruck bringen, dass einzig Sie dazu in der Lage sind, das zu thematisieren. Ganz schön arrogant und selbstgefällig. Wer anderen vorschlägt, das Gehirn einzuschalten und Emotionen zu kontrollieren, der sollte nicht ausschließen, es selbst natürlich auch zu praktizieren.

Heinz Roembell

Die Zuschrift bezieht sich auf den vorausgegangenen Leserbrief: Lieber etwas mehr Hinterfragen.

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Leserkommentare

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Michael Ritsche 12.12.16 07:01
Anstand und Würde
Genau,so ist das. Ich Empfinde die Art und Weise des Herrn Buchautor Suban als Respektlos gegenüber Andersdenkenden oder Fühlenden. Leider ist dies aber Weit verbreitet.